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Köln
Radfahrer demonstrieren für mehr Sicherheit

Illegale Autorennen: Kölner trauern um Opfer
Illegale Autorennen: Kölner trauern um Opfer FOTO: dpa, obe fdt
Köln. Das Miteinander von Rad- und Autofahrern in Köln ist kein einfaches. Immer wieder kommt es auf den Straßen zu heiklen Situationen. In jüngster Zeit gab es gleich mehrere tödliche Unfälle. Deshalb wird am Mittwoch demonstriert.  Von Sebastian Fuhrmann

1494 Verkehrsunglücke mit Radfahrern zählte die Polizei im Jahr 2014,  im Vergleichsjahr 2013 waren es lediglich 1341. Die Zahl der Schwerverletzten stieg von 179 Fällen auf 211.

Die allgemein hohen Unfallzahlen und die vielen Unglücke in jüngster Vergangenheit (erst im September ist eine 33-Jährige bei einem Unfall in der Innenstadt lebensgefährlich verletzt worden) nimmt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Köln zum Anlass, für mehr Sicherheit zu demonstrieren. Am Mittwochabend um 18 Uhr versammeln sich neben dem ADFC zahlreiche andere Radverbände an der Ecke Hohenstaufenring / Beethovenstraße, um gemeinsam in Richtung Alter Markt aufzubrechen. Dort ist im Anschluss eine Kundgebung geplant. 

Der Treffpunkt ist nicht zufällig gewählt. "Wir haben uns bewusst die Innenstadt ausgesucht", sagt Clemens Rott, Vorsitzender des ADFC Köln. "Ein großes Thema sind die Ringe. Dort kann man sehen, wie in Köln Radwege angelegt sind." 

Der Experte sieht die mangelhafte Beschaffenheit von Radwegen als einen der Hauptgründe, warum es in der Domstadt zu so vielen schweren Unfällen zwischen Auto- und Radfahrern kommt. "Mal führen die Wege über den Bürgersteig, mal über die Straße. Oft sind Übergänge nicht richtig markiert." Rott fordert: Die Radfahrer müssen auf die Straße. Damit meint er nicht die Demonstranten, sondern vielmehr die Radwegeführung in der Domstadt. "Nur da werden wir gesehen."

Einer der Hautgründe für Unfälle sei die schlechte Sichtbarkeit. Radwege seien im innerstädtischen Raum außerdem häufig viel zu eng. "Viele Fahrradwege entsprechen nicht der Straßenverkehrsordnung. Die Beläge sind defizitär, hier und da stehen Platten hoch."

 

 

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