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Krefelds Naturparadiese
Altstromrinne Niepkuhlen und Riethbenden

Krefelds Naturparadiese: Altstromrinne Niepkuhlen und Riethbenden
Viele Libellen - links eine Plattbauchlibelle - leben in den Niepkuhlen und Riethbenden. Rechts ein Zwergtaucher. Viele Libellen - links eine Plattbauchlibelle - leben in den Niepkuhlen und Riethbenden. Rechts ein Zwergtaucher. FOTO: A. Leister
Krefeld. Die beiden 2005 ausgewiesenen Naturschutzgebiete besitzen mit dem Niepkuhlenzug als verlandete Altstromrinne ein gemeinsames Thema.

Der im Osten liegende Biotopkomplex aus Gewässer, Wald, Grünland und Röhricht trägt zu einer insgesamt hohen Strukturvielfalt von Fauna und Flora bei, trotz siedlungsnaher Lage und damit einhergehenden Störungen. Wasserläufe prägen das Gebiet und sind zu großen Teilen mit Seerosen und der Teichmummel bewachsen, wodurch ein hoher landschaftsästhetischer Wert entsteht. Die Ufervegetation zeichnet sich durch einen kleinräumigen Wechsel aus Röhrichten, Seggen, Schilf und Tümpeln aus.

Die Gewässer bieten verschiedenen aquatischen Tieren einen Lebensraum - Wasservögel, wie der Zwergtaucher und der Säger, finden hier einen Rastplatz, Amphibien nutzen die feuchten Gebiete als Reproduktionsstätte, und Libellen finden mit einer Vielzahl an Insekten genug Nahrung. Durch die hohe Struktur- und Artenvielfalt zählt das Gebiet zu den bedeutendsten Naturschutzgebieten der Stadt Krefeld. Doch der Verlandungsprozess der Kuhlen schreitet stark voran. In den letzten Jahren hat sich die Landesentwicklungsgesellschaft darum gekümmert, Keller der Dyks trocken zu halten und Grundwasser abzupumpen, um es anschließend in die Niepkuhlen zuleiten.

Das hat sich positiv auf den Grundwasserstand der Altgewässer ausgewirkt, doch 2018 soll die künstliche Wasserzufuhr abgestellt werden. Das würde Trockenheit bedeuten und somit zu einem Verlust von Tierarten und Pflanzen führen.

Quelle: RP
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