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Krefeld
Anwohner sorgen sich um Spielplatz

Krefeld: Anwohner sorgen sich um Spielplatz
Werner Gumbert (r.) und das Ehepaar Reyer hoffen, dass dieser Durchgang zum Spielplatz geschlossen wird. Derzeit steht dort ein Bauzaun. Der dunkle Weg hinter ihren Gärten sei "dritter Fluchtweg" für randalierende Jugendliche. FOTO: TL
Krefeld. Der Spielplatz an der Oppumer Schlosserstraße wird derzeit neu gestaltet. Anwohner befürchten, dass der versteckt liegende Platz weiter von Jugendlichen für Alkohol- und Drogenkonsum genutzt wird und dann verkommt. Von Carola Puvogel

Der Spielplatz an der Schlosserstraße wir zurzeit neu gestaltet. Anwohner sorgen sich, dass das versteckt liegende Gelände nicht lange von Vandalismus verschont bleiben wird. Denn, so berichtet Werner Gumbert, der Spielplatz sei seit langem Treffpunkt einer Gruppe Jugendlicher, die sich nicht gerade verantwortungsbewusst verhalten würden. Jetzt, wo der Spielplatz endlich wieder attraktiv hergerichtet wird, sei der Moment, an dem die Verwaltung endlich dafür sorgen müsse, dass der Ort nicht weiter zweckentfremdet wird. "Der Spielplatz soll schließlich in einem Jahr noch genauso schön aussehen", sagt Gumbert. "Der Kommunale Ordnungsdienst KOD ist schließlich für ganz Krefeld zuständig - aber gefühlt bekommt man da nie einen ans Telefon."

In einem Brief haben die Anwohner sich nun an Bezirksvertreter Thilo Forkel (CDU) gewandt. "Schlägereien, Drogenkonsum - der Geruch von gerauchtem Marihuana ist nicht zu überriechen - und der Konsum von Alkohol auf dem Spielplatz einschließlich des mutwilligen Zerschlagens von Flaschen sowie das laute Abspielen von Musik mittels Smartphones sind immer häufiger an der Tagesordnung", schreibt Gumbert. Viele Anwohner unterstützen ihn und haben sich auf einer Unterschriftenliste eingetragen. Gravierende Fälle habe man darüber hinaus der Polizei gemeldet.

Wird ein Schmuckstück: Mit der Neugestaltung ist das ehemals triste Areal wieder ein attraktiver Spielplatz für die Kleinsten. FOTO: Carola Puvogel

Derzeit ist das Gelände abgesperrt, denn die Renovierungsarbeiten laufen noch. Während die direkten Anlieger des Spielplatzes derzeit Ruhe haben, sind nun die Anwohner auf der anderen Seite der Anliegerstraße genervt: Hinter ihren Gärten stehen zwei Bänke auf einem kleinen Platz, die jetzt Ausweichquartier der als störend empfundenen Gruppe sind. "Dauernd sammle ich hier Müll und Flaschen ein", sagt Rolf Reyer. "Dabei ist das städtisches Gelände. Aber es wird nicht gepflegt."

Außerdem fordern die Bewohner der Schlosserstraße, dass der Zaun, der ursprünglich den Spielplatz von einem schmalen Pfad hinter ihren Gärten abtrennte, wieder verschlossen wird. "Dort war immer ein Zaun, der regelmäßig zerstört wurde. Irgendwann hat die Stadt dann ein Tor eingebaut und das Loch im Zaun sozusagen legalisiert", berichtet Gumbert, der direkt daneben wohnt. Seither, sagen die Anwohner übereinstimmend, gibt es auf dem dunklen, schmalen Pfad permanent Probleme, nicht nur mit Lärm: "Die Leute schmeißen ihren Müll einfach in unsere Gärten." Der Spielplatz selber sei für die Ordnungsbehörden schwierig zu kontrollieren: "Ein Nebeneffekt für die Jugendlichen auf dem Spielplatz ist außerdem, dass sie vor der Polizei einen "dritten Fluchtweg" haben, so dass es ihnen möglich ist in Bereiche zu flüchten, die nur über erhebliche Umwege oder gar nicht angefahren werden können", erklärt Gumbert. Er hofft, dass verstärkte Kontrollen der Ordnungsbehörden dafür sorgen werden, dass der Spielplatz von denen genutzt wird, für die er gerade umgebaut wird: von kleinen Kindern.

Quelle: RP
 
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