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Krefeld
"Belgisches Viertel" im Westbezirk soll unter Schutz gestellt werden

Krefeld. Das "Belgische Viertel" im Westbezirk soll eine Erhaltungssatzung bekommen. Der Ausschuss für Stadtplanung und Stadtsanierung berät morgen eine Verwaltungsvorlage, nach der Gebäude im Bereich Von-Steuben-Straße, Tenderingstraße, Westparkstraße und Neuer Weg unter besonderen Schutz gestellt werden. Eigentümer müssen sich zukünftig Rückbau, Änderung- und Errichtung baulicher Anlagen sowie Nutzungsänderungen genehmigen lassen. Anträge sind schriftlich bei der Stadt zu stellen und bei der Bauaufsicht einzureichen.

Mit der Erhaltungssatzung soll "der als Fehlentwicklung erkannten Veränderung von Fassaden, Dächern und Vorgärten" entgegengetreten werden. Das noch vorhandene Erscheinungsbild der Siedlung soll gewahrt und die historischen Bauten aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts sollen erhalten werden. Die stadtgestalterische Qualität dieser historischen Siedlung zwischen der Krefelder Innenstadt und der um 1904-1906 im westlichen Teil der Westparkstraße errichteten Husarenkaserne mit ihrer herausragenden Architektur aus der Zwischenphase zwischen Historismus und Moderne sei offensichtlich, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Bei vielen der Häuser handele es sich zudem um potenzielle Denkmäler. Genannt werden die Gebäude Tenderingsstraße 2-5, Von-Steuben-Straße 9-27 (ungerade Nummern) sowie 20a, 22, 24, 30, 32 und 34. Weiterhin Neuer Weg 80 sowie Westparkstraße 51, 53, 55, 57 und 59. Weitere Häuser seien "erhaltenswert".

Auch die Vorgartenzonen fallen unter die Erhaltungssatzung. Der derzeitige Zustand der Gebäude und Vorgärten wird jetzt durch Fotos dokumentiert, die Bilder werden im Anschluss vom Fachbereich Stadtplanung verwahrt.

(cpu)
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