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Krefeld
Bezirksvertretung Hüls für Wohnbebauung im Orstkern

Krefeld. Fette Henn: Mehrheitlich empfiehlt das Gremium die Einleitung eines Bebauungsplans. Von Jochen Lenzen

Mit sieben gegen sechs Stimmen beschloss die Mehrheit aus SPD, Grünen und FDP in der Bezirksvertretung Hüls die Empfehlung an den Stadtrat, für den Bereich zwischen den Straßen Fette Henn, Kretenbäskesweg, Hinter der Papenburg und Klever Straße die Aufstellung eines Bebauungsplanverfahrens einzuleiten. Dazu soll die Verwaltung beauftragt werden, ein städtebauliches Konzept für die in Rede stehenden 33 000 Quadratmeter zu entwickeln, die seit rund 40 Jahren im Flächennutzungsplan als Wohngebiet ausgewiesen sind.

Als Maßgaben nennt der Beschluss eine Bebauung mit freistehenden Einfamilien-, Doppel- und freistehenden Mehrfamilienhäusern, maximal dreigeschossig inklusive Staffelgeschoss. Besonders berücksichtigt werden soll der Bodenschutz durch flächensparende Bauweise und Begrenzung der Bodenversiegelung. Die Grünplanung für öffentliche und private Flächen soll unter Einbeziehung der vorhandenen Gräben großzügig gestaltet werden. Darüber hinaus empfiehlt der Beschluss die besondere Berücksichtigung von Flora, Fauna, Klimaschutz und Energieeffizienz.

Bezirksvorsteher Hans Butzen (SPD) verwies in der Sitzung auf die in unserer Zeitung Mitte Januar präsentierte allererste Entwurfsplanung mit rund 80 Wohnungen in 56 Häusern. Ob das in dieser Massivität passe, werde durch die Verwaltung festgestellt, sagte Butzen, und Günter Föller (Grüne) ergänzte: "Im Bebauungsplan sollen alle kritischen Fragen auch durch entsprechende Gutachten aufgearbeitet werden." Grundsätzlich loben die Grünen den die gute zentrale Lage des geplanten Wohngebiets insbesondere auch für Familien mit Kindern - unter anderem wegen der Nähe von drei Kitas und einer Grundschule.

Das Recht der Eigentümer, über ihre Grundstücke zu befinden, soll nicht beschnitten werden: "Einige Eigentümer wollen sie als Bauland nutzen. Wer das nicht will, muss das Baurecht nicht wahrnehmen", sagte Butzen und wies auch darauf hin, dass es zu Umlegungsverfahren mit entsprechender Entschädigung kommen könne.

Die CDU lehnt die Bebauung der Fläche wegen der Verdichtung des Wohngebietes sowie der daraus folgenden Verkehrsbelastung für die jetzigen und künftigen Bewohner ab. Wenn dort auch nur 60 Wohnungen entstünden, bedeute das schon gut 120 Autos für das Gebiet, das über die Fette Henn und Hinter der Papenburg erschlossen würde, sagte Klaus Andes. Die CDU favorisiere für weiteren Wohnungsbau eine kleine Lösung in Hüls-Südwest.

Ludger Walter vom Fachbereich Stadtplanung erklärte, dass das Projekt unter 100 auf der vom Rat beschlossenen Prioritätenliste etwa in den 40ern liege. Damit könne vielleicht in zwei bis vier Jahren mit Planrecht gerechnet werden.

Quelle: RP
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