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Krefeld
. . . der Linner Radfahrer-Club historische Räder besitzt?

Krefeld. Der Linner Radfahrer-Club ist Krefelds ältester Radsportverein und besitzt eine bemerkenswerte Sammlung historischer Räder. Gegründet wurde der Club 1897 - zu einer Zeit, als noch Hochräder den Stand der Dinge der Fahrradtechnik widerspiegelten. Ein solches Rad war ein Statussymbol: "Es wurde zum Flanieren mitgeführt", berichtet Jürgen Heckel, Vorsitzender des Vereins, lächelnd, "man führte es am Lenker als Paradestück mit sich." Zum Vergleich: Ein Hochrad kostete so viel wie heute ein Kleinwagen - dieser Freizeit-Spaß war den Wohlhabenden vorbehalten. Auch das Fahren war nicht einfach. "Es gibt einen Aufsteigdorn", berichtet Heckel, "der Fahrer schob das Rad leicht an, musste über den Dorn mit Schwung in den Sattel kommen und dann mit den Füßen die sich drehenden Pedale erwischen". Leerlauf gab es noch nicht. Der Linner Verein besitzt zwei englische Original-Hochräder aus dem Jahr 1880 und einen Nachbau, der gerne für Vorführungen benutzt wird. "Die sehr hohen Originale sind fahrtüchtig", sagt Heckel. Ebenfalls im Besitz des Vereins sind historische Kinder-Hochräder. Besondere Schmankerl sind zwei Nachbauten einer Draisine, jenes Laufrades, das Karl Freiherr von Drais im Jahr 1817 erfunden hat - das Ur-Fahrrad, wenn man so will.

Dazu kommen sechs Reigen-Kunstfahrräder (Marke Brennabor) aus dem Jahr 1925, vier Reigen-Kunstfahrräder (Marke Göricke) von 1932 (Besonderheit: Holzfelgen) und weitere Kunstfahrräder (alle nach 1945) sowie ein Lastenfahrrad ("Bäckerrad") von 1950.

(vo)
 
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