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Krefeld
Die City wird zur bunten Kulturmeile

Krefeld: Die City wird zur bunten Kulturmeile
Sie alle - und noch viel mehr - machen mit beim großen Kulturfest am 19. und 20. Juni. Das Motto "Kultur findet Stadt(t)" haben sie schon mal mit bunten Buchstaben nachgestellt. FOTO: Lothar Strücken
Krefeld. Am 20. Juni verwandelt sich die Innenstadt zum fünften Mal in ein Schaufenster des Krefelder Kulturlebens. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf Literatur. Neu: "Kultur findet Stadt(t)" beginnt bereits am Vorabend mit einem Konzert. Von Petra Diederichs

Es könnte sich lohnen, in den nächsten Tagen einmal den eigenen Hausrat mit anderen Augen zu betrachten. Wer etwas findet, mit dem sich ein ungewöhnliches Geräusch erzeugen lässt, hat schon alles, was er benötigt, um bei Krefelds größtem Klang-Ereignis mitzuwirken. Am Samstag, 20. Juni, feiert die Krefelder Kultur zum fünften Mal ihr Festival "Kultur findet Stadt(t)" in der Innenstadt. Die Musikschule, die im vergangenen Jahr mit einem Flashmob für Aufsehen gesorgt hatte, will diesmal mit Hilfe vieler Besucher ein Klanggewitter aus Geräuschen losdonnern lassen.

Das ist einer von etlichen Programmpunkten, bei denen Mitmachen erwünscht ist. Denn ab etwa 11 Uhr geht es auf vielen Bühnen, Plätzen, in den Straßen und auch in den Geschäften kulturell rund. "Man wird gar nicht alles erleben können", sagt Ulrich Cloos, Leiter des Stadtmarketings. Er empfiehlt, eine Vorauswahl aus dem Programm vorab zu treffen. Denn bis in den Abend ist mächtig viel los. "Und es ist nur eine Auswahl aus dem Krefelder Kulturleben. Das Angebot findet hier jeden Tag statt. Krefeld hat einen ungeheuren Reichtum. Das Festival zeigt einen Ausschnitt dessen, was man sonst auch besuchen kann", ergänzt Jürgen Sauerland-Freer vom Kulturbüro.

Städtische Institute, freie Kulturanbieter und auch 16 Designer stellen sich mit ihrer Arbeit vor. Das Geschehen konzentriert sich an sechs Orten: Rheinstraße (Kulturmeile), Hochstraße/Schwanenmarkt, Platz an der Alten Kirche, Neumarkt, Königstraße (Literaturmeile)/Stadtmarkt und Angerhausenplatz. Auch wenn das "Klanggewitter" es nicht vermuten lässt: Es sollen diesmal ruhige Töne angeschlagen werden, Cloos verspricht Entspannung und Entschleunigung. Ein Schwerpunkt ist die Literatur. Krefelder Autoren wie Herbert Genzmer, Liesel Willems und Frank Schmitter lesen auf der Bühne und in den Geschäften der Königstraße. Das Kreschtheater zeigt Szenen, und Antiquariate und Buchhandel tragen dazu bei, dass die "Kö" zur Literaturmeile wird. Auf dem Gelben Sofa der Rheinischen Post wird Herbert Genzmer aus dem Alltagsleben eines Schriftstellers sprechen, und bekannte Krefelder lesen hier aus ihren Lieblingsbüchern vor. Ein erlesenes Angebot gibt es um 13 Uhr in der Mennonitenkirche: Unter dem Titel "Genesis - Schöpfungsgeschichte" wird dort aus Thora, Koran und Bibel gelesen.

Die Kulturfabrik gibt dem Nachwuchs eine Plattform. Auf dem Neumarkt moderiert Rolf Frangen, "die Stimme" der Kufa, gemeinsam mit der 14-jährigen Valentina. Hier treten Breakdancer mit Weltmeisterschaftserfahrung, Poetry Slammer und Nachwuchsmagier auf. Luna, die Fernsehzuschauer von "The Voice Kids" kennen, präsentiert eigene Lieder, und am Kufa-Stand (Rheinstraße) können Interessierte eine Live-Radio-Sendung mitgestalten. "Ab 21.45 Uhr wird dann in der Kufa weitergefeiert", sagt Kufa-Vorsitzender Robert van Beek.

Ein Novum gibt es in diesem Jahr: Die festliche Eröffnung findet bereits am Vorabend statt: Am Freitag, 19. Juni, werden die Bayer-Symphoniker den Alten Kirchplatz von 20 bis 22 Uhr in einen Konzertsaal verwandeln. Unter freiem Himmel sind Klänge aus der Carmen-Suite und aus Scheherazade, aber auch aus Musicals und Operette zu hören.

Nicht nur der Kulturmarkt, der traditionell auf dem Theaterplatz abgehalten wurde, ist in das Festival integriert, auch das Theater feiert. Im und rund ums Haus erleben Besucher schon einmal, was in der kommenden Spielzeit auf dem Programm steht. Und es besteht die Möglichkeit, auch mal hinter die Bühne, in die Requisiten- und Kostümabteilungen zu gucken.

Tipp für Besucher: Auf der Friedrichstraße richtet die Diakonie einen Fahrradparkplatz ein. Gebühr: 50 Cent.

Quelle: RP
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