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Krefeld
Die Konventskirche als Buch-Kunstwerk

Krefeld: Die Konventskirche als Buch-Kunstwerk
Auf der Empore der Kirche präsentieren Pfarrer Paul Jansen und Fotograf Roland Krause mit Barbara Kaltenmeier als Vertreterin des Verlags das neue Buch "Konventskirche Hüls". FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. 62 Fotografien, drei kenntnisreiche Texte und eine Chronik zur Konventskirche "St. Cäcilia" sind jetzt in einem bemerkenswerten Buch erschienen, das erstmals beim "Hülser Bottermaat" am 18. September verkauft wird. Von Jochen Lenzen

Mit einem fantastischen Buch hat die Pfarrgemeinde St. Cyriakus jetzt die Ergebnisse der fünfjährigen Restaurierung der Hülser Konventskirche dokumentiert. Herzstück und nahezu kompletter Bestandteil des 64 Seiten umfassenden, querformatigen Buchs sind die 56 Farbaufnahmen des Neukirchen-Vluyner Fotografen Roland Krause. Hinzu kommen sechs Archivaufnahmen aus der Historie des Gotteshauses, mit deren Hilfe beispielsweise der Zustand des Chorraums von 1920 dem heutigen Aussehen gegenübergestellt wird.

"Mit der Herausgabe dieses Buches wollen wir als Pfarrgemeinde dokumentieren, wie exakt und mit welch liebevollem Einsatz jedes Detail in der Kirche zur Ehre Gottes geschaffen wurde", schreibt Pfarrer Paul Jansen in seinem einleitenden Text über die Umgestaltung der Konventskirche. "Mit der Schaffung des neuen Chorraums mit 50 Stühlen rund um den Altar sind wir auch dem Zweiten Vatikanischen Konzil gerecht geworden, das eine aktive Teilnahme der Gläubigen am liturgischen Geschehen vorsieht", sagte Jansen gestern bei der Vorstellung des im Verlag "H. Kaltenmeier Söhne Krefeld-Hüls" erschienenen Buchs in der Konventskirche.

Wie sich der Altarraum nach der Zerstörung und Wiederherstellung der Kirche 1948 präsentierte, ist gleich im ersten Bild zu sehen, bevor sich das Buch den Glanzlichtern der Renovierung, den Fenstern des europaweit bekannten Krefelder Glaskünstlers Hubert Spierling, widmet. Den Text dazu hat der wohl renommierteste deutsche Experte für Glasmalerei, Holger Brülls, beigesteuert, der in Sachsen-Anhalt für die Denkmalpflege zuständig ist, wie Pfarrer Jansen stolz mitteilte. Besonders freut er sich über drei Fotos, die die letzten Kirchenfenster des jetzt 91-jährigen Künstlers im ostdeutschen Grimme zeigen.

Extrem beeindruckend ist eine Fotografie auf einer Doppelseite, die die restaurierte Orgel von 1683 auf der Empore zeigt, wobei Krause zwei der Kirchenfenster der Seitenwände mit ins Bild gebracht hat. Dafür hatte extra ein Gerüst am äußersten südöstlichen Rand des Chorraums aufgestellt werden müssen. "Hätte das Gerüst nur ein paar Zentimeter weiter rückwärts aufgestellt werden können, wären die Fenster sogar komplett auf dem Bild erschienen", sagt der Fotograf. Der Orgel und ihrem Prospekt gelten weitere Gesamt- und Detail-Aufnahmen. Den dazugehörigen Text hat Matthias Zangerle, bis Ende August Kantor der Hülser Pfarre, verfasst.

In der Folge zeigt das Buch mehr als 40 Fotografien des unteren Kirchenraums und der Empore mit großräumigen Ansichten und zahlreichen Details. Darunter befinden sich Aufnahmen von Zierwerk, den Miserikordien unter den Chorstühlen, von symbolhaften Darstellungen der vier Kirchenväter, von Schlusssteinen oder von dem architekturhistorischen "Fenster", das an einer Säule ehemalige Farbgestaltungen des Innenraums dokumentiert.

Das Buch, das den einfachen Titel "Konventskirche Hüls" trägt und auf Vorder- und Rückseite Zeichnungen von Werner Mellen zeigt, wird erstmals beim Hülser Bottermaat am Sonntag, 18. September, für 18 Euro verkauft; später kostet es 19,80 Euro. Zu haben ist es an den Ständen des Heimatvereins, der Kolpingsfamilie, des Verlags Kaltenmeier und - auch über den Bottermaat hinaus - in der Katholischen Öffentlichen Bücherei an der Rektoratsstraße.

Quelle: RP
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