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Krefeld
"Familientonne" wird 60 Euro teurer

Krefeld. Der Umweltausschuss hat gestern einer Müllgebührenerhöhung zugestimmt.

Die klassische Familienmülltonne in Krefeld, 120 Liter im wöchentlichen Benutzertransport (Bürger stellt Tonne an Straße) wird im kommenden Jahr um 15,8 Prozent teurer. Statt 391,32 Euro kostet die Abholung jetzt 453,12 Euro im Jahr Mehrkosten von satten 61 Euro. Im Umweltausschuss regte sich gestern Abend kein Widerspruch. Umweltamtsleiter Helmut Döpcke hatte die Gebührenerhöhung damit begründet, dass ein Gutachterbüro namens Witzenhausen-Institut (heißt wirklich so) in verschiedenen Quartieren die Volumen von gefüllten Mülltonnen gemessen habe. Dahinter stand die Frage, welche Tonnen wie stark gefüllt sind, wo also der meiste Müll anfällt. Im Ergebnis bedeutet dies, dass für die meisten Tonnen die Gebühr steigt, aber für die kleine 60-Liter-Tonne in Single-Haushalten die Gebühr sinkt -um neun Prozent bei 14-täglicher Leerung im Benutzertransport, um 6,8 Prozent 14-täglich im Mannschaftstransport (Mülltonne wird im Haus abgeholt). Ferner sinkt die Gebühr für die 1100-Liter-Tonne.

Unterschieden werden muss jeweils, ob im Benutzer- oder Mannschaftstransport abgeholt wird und ob dies wöchentlich oder 14-täglich geschieht. Grund für die Neuberechnung durch das Witzenhausen-Institut waren nicht zuletzt die Bestrebungen der Wohnstätte, im Bereich Gartenstadt bei den dortigen Neubauten auf Unterflurcontainer zu setzen. Die Stadt musste messen, wie sich die Einführung dieser Container auf die Verteilung des Abfallaufkommens auswirkt.

Auch weitere Gebühren wurden gestern erhöht. Die Politik beschloss, die Direktanlieferung von Müll an der Müllverbrennungsanlage (MKVA) in Elfrath teurer zu machen. Auch die Straßenreinigungsgebühren sind angehoben worden.

(sep)
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