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Krefeld
Fördertopf für Fassaden ist wieder offen

Krefeld: Fördertopf für Fassaden ist wieder offen
Quartiersmanagerin Birgit Causin und Norbert Hudde, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung, vor den wunderschönen Fassaden der Wohnhäuser Dionysiusstraße 166 (l.), bis 172 aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Wer sein Haus in der Innenstadt reparieren und verschönern möchte, kann mit einem Zuschuss von bis zu 30 Euro pro Quadratmeter rechnen. Ein solches Projekt kann innerhalb zweier Monate ab Antragstellung realisiert werden. Von Jochen Lenzen

Die Bauverwaltung konnte mit Beginn dieses Jahres ein Förderprogramm wieder aufleben lassen, das bereits von 2012 bis 2014 erfolgreich angeboten worden war: Wer die Fassade oder den Hof seines Hauses in der Innenstadt - das heißt: innerhalb der Ringe - wiederherstellen und neu gestalten lassen möchte, kann einen Kostenzuschuss von bis zu 30 Euro pro Quadratmeter bekommen. In dem besagten Zeitraum sind die Fassaden von 45 Häusern auf diese Weise bezuschusst worden. Norbert Hudde, Fachbereichsleiter Stadtplanung, und die neue Quartiersmanagerin Birgit Causin stellten das Programm gestern an der westlichen Dionysiusstraße vor.

Dort erstrahlt die Fassade des Hauses Nr. 166 in schönstem Glanz: "Den Förderantrag hatte der Eigentümer vor gut zwei Monaten gestellt; am vergangenen Freitag ist das Gerüst nach getaner Arbeit abgebaut worden", erläutert Hudde, in welch kurzer Zeit nach Antragstellung ein solches Projekt realisiert sein kann. Wie an diesem Beispiel ersichtlich, sind für die Fassaden grundsätzlich keine grellen Farben vorgesehen; vielmehr sollen helle Naturtöne und Pastellfarben verwendet werden. Für das Nachbarhaus Nr. 168 wird der Förderantrag übrigens gerade bearbeitet; für das nächste Haus Nr. 170 ist der Antrag bereits bewilligt. Das nächste Haus Nr. 172 hat der Eigentümer ohne Fördermittel sanieren lassen.

Das Förderprogramm gilt für Häuser mit mindestens zwei Wohnungen, nicht aber für reine Gewerbegebäude. Gefördert werden Gerüstbau, Reparaturen und Anstrich. "Auch die Neugestaltung des Hofs kann hinsichtlich Fassadengestaltung, Entsiegelung und Begrünung gefördert werden, aber nur, wenn der Hof von allen Bewohnern genutzt werden kann", erklärt Birgit Causin, die allen Interessenten für eine unentgeltliche Beratung - auch vor Ort - zur Verfügung steht.

Für den Fall, dass ein Haus unter Denkmalschutz steht, muss eine denkmalrechtliche Erlaubnis eingeholt werden. Hier hilft die neue Quartiersmanagerin ebenso wie für Häuser im Südwestbezirk, wo eine Gestaltungssatzung gilt und daher ein Bauantrag gestellt werden muss. Nach Zuschussbewilligung hat der Eigentümer für die Umsetzung der Maßnahme ein Jahr Zeit. Die Förderbindung liegt bei zehn Jahren, das heißt, die Fassade muss so qualitätvoll wiederhergestellt werden, dass sie ein Jahrzehnt überdauert.

"Gemäß vorliegendem Zuwendungsbescheid stehen uns seit Beginn dieses Jahres inklusive städtischem Eigenantei Mittel in Höhe von 125.000 Euro für Zuwendungen zum Hof- und Fassadenprogramm zur Verfügung. Etwa 50.000 Euro sind inzwischen gebunden beziehungsweise schon teilweise ausgezahlt. Für das Jahr 2017 werden erneut Fördermittel in gleicher Höhe für das Hof- und Fassadenprogramm beantragt", sagt Birgit Causin. Darüber hinaus bemüht sich die Krefelder Bauverwaltung um die Einrichtung einer externen Quartierberatung, wie sie es in dem eingangs erwähnten Zeitraum mit 130 Ortsterminen gegeben hatte. Bei einer solchen Erstberatung wird auch die Bausubstanz hinter der Fassade betrachtet.

Kontakte Birgit Causin, Telefon: 02151-3660-3717; E-Mail: birgit.causin@krefeld.de; Antragsformulare, Infobroschüren und Studien unter www.krefeld.de/stadtumbau

Quelle: RP
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