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Krefeld
Gewerkschaft fordert für 1230 Krefelder am Bau mehr Geld

Krefeld. Die IG Bauen Agrar Umwelt verlangt 5,9 Prozent Lohn für die Beschäftigten in der Baubranche.

Mehr "Kies" für den Bau: Die rund 1230 Bauarbeiter in Krefeld sollen mehr Geld verdienen. Das fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt. Die Gewerkschaft will ein Lohn-Plus von 5,9 Prozent für zwölf Monate erreichen. "Ein Maurer, Zimmerer oder Straßenbauer hätte dann am Monatsende gut 190 Euro mehr im Portemonnaie", sagt Doris Jetten.

Für die stellvertretende Bezirkschefin der IG BAU Düsseldorf ist die Lohn-Forderung gerechtfertigt. Denn er sieht die Baubranche im Aufwind: "Der Bau boomt. Gerade beim Neubau und Sanieren von Wohnungen sind in diesem Jahr volle Auftragsbücher zu erwarten. Mehr Profite für die Chefs und 'Lohn-Diät' für die Beschäftigten - die Rechnung geht nicht auf." IG BAU und Arbeitgeber werden Mitte März zum ersten Mal am Verhandlungstisch zusammenkommen.

Auch der Bau-Nachwuchs soll profitieren: Für die rund 60 Bau-Azubis in Krefeld will die IG BAU in jedem Lehrjahr 100 Euro pro Monat mehr erreichen. Zudem sollen den Azubis bei übermäßig langen Wegen zur Berufsschule die Fahrt- und Übernachtungskosten erstattet werden. "Dieses Problem haben wir auch bei den Baustellen: Die liegen oft weit entfernt. So, dass Übernachtungen nötig sind. Es wird höchste Zeit, dass Bauunternehmer den Beschäftigten dann eine vernünftige Unterkunft stellen und diese auch bezahlen", so Doris Jetten.

Quelle: RP
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