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Krefeld
Grabstättenverkauf in St. Elisabeth startet

Krefeld: Grabstättenverkauf in St. Elisabeth startet
Das Architektenbüro "Innenarchitektour" aus Mönchengladbach hat den Innenraum der Grabeskirche entworfen. Rechts und links in den Rundbögen erkennt man die Urnen-Grabkammern. Weitere Gräber entstehen in den vier zentral platzierten Elementen. Insgesamt wird es zunächst 1310 Grabstellen geben. FOTO: Theelen
Krefeld. Für die ersten 450 Käufer von Urnengräbern in der Grabeskirche St. Elisabeth gibt es im "Eröffnungsverkauf" jetzt Sonderkonditionen. Statt 3300 kostet ein Grab zunächst 2900 Euro. Mit dem Erlös soll der Umbau finanziert werden. Von Carola Puvogel

In rund einem Jahr soll der Umbau der Kirche St. Elisabeth von Thüringen an der Hülser Straße zur Grabeskirche vollzogen sein. Die Vermarktung der in der ersten Ausbaustufe entstehenden 1310 Ruhestätten hat jetzt begonnen, rund 50 Grabstätten sind bereits verkauft. Das berichtete Pfarrer Klaus Stephan Gerndt im Rahmen einer Informationsveranstaltung, zu der an zwei Terminen insgesamt etwa einhundert interessierte Bürger gekommen waren.

Die Nischen in den Rundbögen sind nach den Gleichnissen des Himmelreichs benannt. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)

450 Grabstellen werden zunächst, wie Gerndt erklärt, im "Eröffnungsverkauf" zu Sonderkonditionen angeboten. Die Einnahmen aus dem Verkauf - bei Veräußerung von 450 Einzelgrabstätten wären das rund 1,3 Millionen Euro - werden auf ein Treuhandkonto eingezahlt und sollen als Kapital für den nach Ostern beginnenden Umbau dienen, und Kosten für Kredite einsparen. Eine Urnen-Einzelgrabstelle kostet jetzt 2900 Euro, später dann 3300 Euro. Die Doppelgrabstelle 5600 Euro, später 6000 Euro. "Die Sonderkonditionen gelten so lange, bis 450 Grabstellen verkauft sind", so Gerndt. Die Ruhezeit von 20 Jahren beginnt mit dem Todesfall. Gerndt: "Sie können also so lange leben, wie Sie wollen." Für das Doppelgrab müssten jedoch eventuell Jahre nachgekauft werden. Nach Ende des Eröffnungsverkaufs beginnt die Laufzeit sofort mit dem Kauf einer Grabstätte.

Die Einzelgrabstätten haben eine Größe von 32 x 32 x 32 Zentimeter und sind für die meisten handelsüblichen Urnen groß genug. Für die Zeit bis zur Inbetriebnahme der Grabeskirche wird eine Übergangslösung angeboten. "Wenn also vorher jemand stirbt, wird die Urne so lange anderweitig untergebracht", sagt Gerndt. Das sei aktuell bereits in mehreren Fällen so geschehen.

Der Entwurf für die Grabeskirche sieht vor, in den Nischen beidseits des Kirchenschiffs Fächer für Wandgrabstätten einzurichten. Außerdem werden in der Mitte zusätzlich so genannte Sarkophage aufgestellt, vier insgesamt, die weitere Grabfächer enthalten. Auf diesen sollen auch an zentraler Stelle Grablichter abgestellt werden können, so dass, wie Gerndt es nennt, ein "Lichtermeer" entstehen soll. Für Blumen wird es am Fuße der Grabkammern ein Band geben, in dem Aussparungen für Vasen fest eingelassen sind. Spätere Erweiterungen sind bereits jetzt eingeplant, und zwar im ehemaligen Kreuzgang und im Außenbereich auf dem Klosterfriedhof.

Im Kirchenraum selber wird es weiterhin einen Ort geben, um Gottesdienste zu feiern. Vor einer modernen, halbrunden Holzwand werden 50 Plätze bestuhlt, bei Bedarf ist eine Erweiterung möglich. Eucharistiefeiern außerhalb von Beisetzungen müssen im trauerpastoralen Kontext stehen. Außerdem wird es einen Raum geben, der dem Abschiednehmen vor der Trauerfeier gewidmet ist. Ein weiterer Raum im Erdgeschoss wird Platz für den Präsenzdienst und eine Teeküche bieten. Im Obergeschoss der Kirche sind Büros eingeplant. Ein Platz vor der Kirche wir neu gestaltet, so dass sich Trauergäste dort vor oder nach der Beerdigung unter einem Vordach versammeln können.

Die Beisetzung in der Grabeskirche ist nicht konfessionsgebunden. "Beigesetzt werden Christen, die an die Auferstehung und das ewige Leben glauben", heißt es in der Satzung. Wie Pfarrer Gerndt betont, kann das auch Menschen einschließen, die aus der Kirche ausgetreten sind. Anonyme Bestattungen werden nicht möglich sein.

Wer sich für den Kauf einer Grabstelle interessiert, kann sich unter der Telefonnummer 02151 75 10 15 an das Pfarrbüro wenden oder eine E-Mail an projekt-grabeskirche@stelisabeth-inrath.de senden. Die Bürozeiten sind montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9 bis 13 Uhr.

Quelle: RP
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