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Krefeld
Grüne beantragen ein neues Dienstradkonzept

Krefeld. Unter dem Label "JobRad" wollen die Grünen den städtischen Bediensteten den Kauf von Rädern zum dienstlichen wie privaten Gebrauch über die Stadt in Form eines sogenannten Gehaltsumwandlungsmodells ermöglichen. Einen entsprechenden Prüfauftrag will die Fraktion der Verwaltung in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Verwaltung, Vergabe, Ordnung und Sicherheit erteilen. "JobRad ist ein Dienstfahrrad-Leasingkonzept, bei dem der Arbeitgeber, in unserem Fall die Stadt Krefeld, als Leasingnehmer auftritt und die monatlichen Raten zahlt", erläutert Ratsfrau Barbara Behr. Anschließend überlässt die Stadt das Fahrzeug dem Mitarbeiter, der im Gegenzug auf einen Teil seines Bruttogehalts in Höhe der monatlichen Rate verzichtet. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, wodurch grundsätzlich finanzielle Vorteile für beide Seiten entstehen.

"Für den Arbeitnehmer kann der Vorteil auf den Kaufpreis durchaus rund 30 Prozent betragen", hat Behr errechnet. Gerade bei hochwertigen Rädern und E-Bikes lohne sich die Anschaffung besonders. "Unter dem Strich handelt es sich bei diesem steuerlichen Pendant zum Dienstwagenprivileg um eine klassische Win-win-Situation, für die wir auch die freie Wirtschaft interessieren sollten", resümiert die Politikerin. Nach Meinung der Grünen kann das Unternehmen dabei seinen Beschäftigten ohne größeren Aufwand eine Dienstleistung erbringen und zugleich die eigene Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen. Ratsfrau Barbara Behr: "Nicht zuletzt würden hierbei natürlich auch die lokalen Fahrradhändler profitieren." Seit Dezember 2012 wenden Finanzbehörden die einschlägigen Regeln für Dienstwagen auch für Fahrräder an. Ein dienstliches Rad kann seitdem privat genutzt werden.

(jon)
 
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