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Krefeld
Halbe Million für Stadtwaldspielplatz

Krefeld: Halbe Million für Stadtwaldspielplatz
Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren gefragt, wie der Spielplatz im Stadtwald künftig gestaltet sein soll. Basierend auf der Auswertung von rund 250 Fragebögen hat das Landschaftsarchitekturbüro Schelhorn nun diesen Vorentwurf erstellt. FOTO: Stadt
Krefeld. Ein Teil des 1960 errichteten Spielplatz soll in die angrenzende Waldfläche verlegt werden. Das Spielangebot selbst soll neu gegliedert werden. Zudem sind ein Riesenfindling zum Rutschen und eine Wasserspielanlage vorgesehen.

Die Stadt Krefeld wird 500.000 Euro in die Sanierung des Spielsplatzes im Stadtwald stecken. In einem Beteiligungsverfahren beim Familienfest zum Weltkindertag im vergangenen Jahr konnten Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihre Wünsche und Ideen zur Neugestaltung des Areals mit einbringen.

Basierend auf der Auswertung von rund 250 Fragebögen hat das Landschaftsarchitekturbüro Schelhorn einen Vorentwurf erstellt, auf dessen Grundlage die Stadt Krefeld nun 500 000 Euro für die Bau- und Planungskosten zur Spielplatzumgestaltung eingeplant hat. Das gab die Stadt gestern bekannt.

Der öffentliche Kinderspielplatz auf der Stadtwaldwiese hat übergeordnete Bedeutung für die Stadt. Als zentrale Grünfläche hat der Stadtwald einen hohen Erholungs-, Freizeit-, und Spielwert für das gesamte Krefelder Stadtgebiet und ist für viele ein beliebter Ort, um sich zu treffen. Mittlerweile in die Jahre gekommen, steht in diesem Jahr die Sanierung des seit 1960 bestehenden Spielplatzes an. Bereits 2016 hatten die Krefelder Filialen der Drogeriemarktkette dm für den Spielplatz mehr als 9300 Euro gespendet.

Es ist vorgesehen, einen Teil des Spielplatzes in die angrenzende Waldfläche zu verlegen. Mit einer Erweiterung des Spielangebotes unter die Schatten spendenden Bäume soll der Spielspaß auch in den heißen Sommermonaten gegeben sein. Das Spielangebot wird neu gegliedert: Im Sandspielbereich für Kleinkinder sind neben einer "normalen" Kleinkinderrutsche ein Riesenfindling zum Rutschen und eine Wasserspielanlage vorgesehen.

Durch eine Geländemodellierung wird der Wechsel vom Kleinkinder- zum benachbarten Kletterbereich für größere Kinder erschwert. Hier soll auf der Wiese "Klettermikado" entstehen, ein Spielelement aus hundert teilweise aufgeständerten Baumstämmen in einem "wilden Durcheinander". Die Stämme münden in einem Kletterturm mit langer Rutsche, der von innen nicht mit normalen Leitern, sondern nur durch Stämme zu erklettern ist.

Über die Rutsche gelangen die Kinder zu einem Balancierweg mit Hölzern, Wackelbrücke, Seiltreppe, Tau und Slackline. Findlinge führen zu einem Tipi-Dorf und Picknick-Tischen mit Bänken. Hier werden die Spielmöglichkeiten unter die Bäume verlagert. Durch Bruchsteine vom Klettermikado räumlich abgegrenzt ist eine Schaukelmeile mit Partner- und Doppelschaukeln geplant, auf der bis zu zehn Kinder gleichzeitig schaukeln können.

Auf vielfachen Wunsch bleiben die vorhandene Seilbahn sowie der Seilzirkus mit der Nestschaukel erhalten. Geplant sind außerdem Tischtennisplatten mit Unterstand und eine Fläche mit zwei Bodentrampolinen. Gelegenheiten zum Verweilen wird es auf Sitzfindlingen und -podesten geben, wie auch am angrenzenden Ufer des Stadtwaldweihers. Mit Sitzreihen und Beleuchtung entsteht hier ebenfalls ein Teil des Spielplatzes.

Vor allem der Jugendbeirat der Stadt hat sich dafür stark gemacht, einen Spiel- und Entspannungsbereich für Jugendliche einzuplanen. Deshalb werden abseits des Spielplatzes an mehreren Stellen, Flächen zum Verweilen geschaffen, die neben der Möglichkeit zum "Chillen" auch Sportangebote, wie Beachvolleyball und Tischtennis vorsehen.

Quelle: RP
 
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