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Krefeld
Hitachi bemängelt Fachkräfteangebot

Krefeld: Hitachi bemängelt Fachkräfteangebot
Oberbürgermeister Frank Meyer und Andreas Struwe von der WFG besuchten den Hauptsitz von Hitachi High Technologies Europe im Europark Fichtenhain. Von links: Präsident Yasukuni Koga, Oberbürgermeister Frank Meyer, Andreas Struwe von der WFG, Petra Kueffel, Betriebsratsvorsitzende von Hitachi, Horst Buhl, Manager bei Hitachi, und Kenichiro Murakawa, Prokurist bei Hitachi. FOTO: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation
Krefeld. Oberbürgermeister Frank Meyer und Wirtschaftsförderer Andreas Struwe besuchten den Hauptsitz von Hitachi Europe im Gewerbepark Fichtenhain und versprachen Unterstützung bei der Suche nach Fachkräften.

Vor mehr als 100 Jahren kam die Firmengruppe Hitachi in der gleichnamigen japanischen Stadt mit ihrem ersten Fünf-PS-Elektromotor auf den Markt. Mittlerweile besteht der Konzern aus mehr als 980 Unternehmen und bietet weltweit rund 330.000 Beschäftigten einen Arbeitsplatz. Die Firma "Hitachi High-Technologies Europe" entstand 1964, ein Handelsunternehmen mit dem Fokus auf Kreativität und Spitzentechnologie. Oberbürgermeister Frank Meyer hat zusammen mit Andreas Struwe von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) den heutigen Hauptsitz des Hitachi-Mitglieds in Krefeld im Europark Fichtenhain besucht und sich über dessen Entwicklung informiert.

In Europa bietet das Unternehmen modernste Technologien und Lösungen in den Bereichen Bio-Wissenschaften, Bio-Technologien und Industriemaschinen. Dahinter steht die Betreuung einer Vielfalt von Produkten: Von Computern und Peripheriegeräten über wissenschaftliche Instrumente und Systeme bis zu elektronischen Geräten, Industriemaschinen und Werkstoffen.

Yasukuni Koga, Präsident von Hitachi High-Technologies Europe, erläuterte den Gästen anhand der beeindruckenden Historie des Großkonzerns den Ursprung des Unternehmens Hitachi High-Technologie Europe, das mittlerweile rund 10.300 Mitarbeiter beschäftigt, 70 davon im Hauptsitz in Krefeld. Hier liegt der Schwerpunkt im Vertrieb von elektronischen Mikroskopen. Bei der Besichtigung der Präsentationsräume erläuterte Hitachi-Manager Horst Buhl die Funktionsweisen verschiedener Modelle in allen Größenordnungen. "Unsere Kunden sind zum Beispiel wissenschaftliche Institute, Krankenhäuser, Schulen aber vereinzelt auch Privatkunden", erklärte er. Die bundesweit eingesetzten "M+E-Info Trucks" seien unter anderem alle mit einem Hitachi-Mikroskop ausgestattet, so Buhl. Die Fahrzeuge informieren kostenfrei an Schulen und öffentlichen Einrichtungen über die Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten in der Metall- und Elektro-Industrie.

Auf Nachfrage von Oberbürgermeister Frank Meyer berichteten die Unternehmer, dass es nicht einfach sei, gute Fachleute zu finden, und sie erhielten Unterstützung vom Stadtoberhaupt: "Wir wollen den hiesigen Unternehmen helfen, für Beschäftigte interessanter zu werden, indem wir Krefeld als Wohnort noch attraktiver gestalten und die Stärken unserer Stadt noch klarer herausstellen. Diese Aufgabe hat für mich eine hohe Priorität - sie umfasst beinahe alle Bereiche der Verwaltung. Ich denke, es sind auch schon gute Erfolge sichtbar geworden", sagte Meyer. Er sagte den Unternehmern unter anderem entsprechendes Informationsmaterial zu. Andreas Struwe versprach außerdem, dem Unternehmen zu helfen, sich zum Beispiel durch die Teilnahme an Berufsorientierungsmaßnahmen bekannter zu machen und das Interesse bei jungen Leuten zu wecken.

Bezüglich des Standorts waren sich die Gastgeber einig, dass sie sich im Europark Fichtenhain sehr wohl fühlen. Sie betonten jedoch ihr Interesse an einer besseren Anbindung des Europarks an den Öffentlichen Personennahverkehr. Frank Meyer merkte an, dass ein entsprechender Pilotversuch der Stadtwerke 2014 gescheitert sei, eine Taxibus-Linie von Fichtenhain zur Haltestelle Grundend nach Fischeln zu etablieren.

Aufgrund der seitdem gestiegenen Anzahl der Firmen im Gewerbegebiet, habe sich jedoch unter Umständen der Bedarf geändert. "Ich bin sehr offen, eine neue Diskussion einzugehen", bemerkte er und versprach, gemeinsam mit der WFG eine Firmenbefragung anzustoßen.

Quelle: RP
 
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