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Krefeld
Kaffeehaus Schmitz: Investor zeigt Pläne

Krefeld: Kaffeehaus Schmitz: Investor zeigt Pläne
Die Straßenfront an der Martinstraße gegenüber dem Friedhof verändert sich: Dort baut ein Investor ein großes Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohneinheiten. Acht der Wohnungen sind barrierefrei. FOTO: Schomäcker
Krefeld. Das alte Kaffeehaus Schmitz an der Martinstraße ist abgerissen, auf dem Gelände entsteht ein großes Mehrfamilienhaus, außerdem sind zwei Dopppelhaushälften geplant. Baubeginn ist im Sommer, ein Jahr später soll alles fertig sein. Von Carola Puvogel

Um das Aussehen des großen Neubaus, der auf dem Gelände des ehemaligen Kaffeehauses Schmitz entstehen wird, hat der Investor, das Krefelder Immobilien-Unternehmen Eric Schomäcker, lange ein Geheimnis gemacht. Jetzt liegt unserer Zeitung eine erste Visualisierung des Zwölf-Familienhauses vor. Mit den Bauarbeiten wird im Sommer begonnen, teilt das Unternehmen mit. Die Abriss- und Rodungsarbeiten sind so gut wie abgeschlossen. Für den Neubau mussten fünf Kastanien, eine Zeder sowie eine Linde fallen.

Das Straßenbild wird sich mit dem Neubau sehr verändern. Hatte das Kaffeehaus eineinhalb Geschosse, wird der Neubau nun wesentlich höher. Auf der Rückseite des Gebäudes entstehen außerdem zwei Doppelhaushälften sowie Stellflächen für Autos, die Zufahrt wird an der rechten Seite des Mehrfamilienhauses liegen.

Eric Schomäcker erklärt seine Zurückhaltung in Sachen Öffentlichkeitsarbeit mit dem Wirbel, den Pläne eines ersten Interessenten ausgelöst hatte, der das Kaffeehaus abreißen wollte. "Das wollten wir natürlich vermeiden, so lange uns keine Genehmigungen für Abriss, Fällungen und Neubau vorlagen", sagt er. In dem Neubau entstehen, wie berichtet, zwölf Wohnungen, acht davon barrierefrei. "Pro Etage bauen wir vier Einheiten", sagt Schomäcker. "Diese haben zwischen 80 und 120 Quadratmeter Wohnfläche. Die Erdgeschosswohnungen erhalten Gartenanteile, das erste Obergeschoss hat Balkone." Im Dachgeschoss entstehen drei Maisonette-Penthouse-Wohnungen, jeweils mit Loggia. Die Doppelhaushälften werden je 133 Quadratmeter groß sein. Auf dem Grundstück werden insgesamt 14 Garagen, Carports und Stellplätze vorhanden sein. Als Ersatz für die Fällungen müssen drei Bäume nachgepflanzt werden. Schomäcker rechnet mit einer Fertigstellung des Bauvorhabens etwa im Sommer des kommenden Jahres.

Nachbarn und die lokale Politik hatten beim Abriss-Vorstoß des ersten Investors im Juni 2015 zunächst angenommen, das Kaffeehaus Schmitz sei eines der ältesten Fachwerkhäuser Krefelds und hatten Denkmalschutz für das Gebäude gefordert. Nachforschungen der Denkmalpflege ergaben dann, dass der Fachwerkgiebel erst in den 70er Jahren aufgestockt worden war.

Quelle: RP
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