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Krefeld
KWM-Eröffnung für Anfang Juli geplant

Krefeld. Die Stadtverwaltung sucht einen Dienstleister mit Aufsichts- und Kassenpersonal für das Kaiser Wilhelm Museum. Der soll am 29. Juni dieses Jahres seine Arbeit im sanierten Haus aufnehmen. Von Norbert Stirken

Der Termin für die Wiedereröffnung des Kaiser Wilhelm Museums ist ein gut gehütetes Geheimnis. Die Stadtverwaltung möchte nicht erneut in die Verlegenheit kommen, ihre Ankündigung korrigieren zu müssen und den offiziellen Abschluss der mehr als 17 Millionen Euro teuren Sanierungsarbeiten zu verschieben. Das ist in den zurückliegenden Jahren aus den unterschiedlichsten Gründen gleich mehrmals geschehen.

Gleichwohl dürfen die Krefelder damit rechnen, dass das in neuem Glanz erstrahlende Kaiser Wilhelm Museum am ersten Juli-Wochenende noch vor dem Beginn der Sommerferien seine Pforten öffnet. Der Termin steht in einer öffentlichen Ausschreibung der Stadt Krefeld. Die sucht nämlich einen Dienstleister für den Kassen- und den Schließdienst. Das neue Sicherheitsunternehmen soll seine Arbeit am Mittwoch, 29. Juni, dieses Jahres aufnehmen. Der Vertrag endet am 30. November 2017. "Es ist denkbar, dass das Aufsichtspersonal sich zwei, drei Tage an Ort und Stelle vorbereitet", erklärt Stadtsprecher Manuel Kölker auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Ansprüche an den neuen Dienstleister sind anspruchsvoll. Erfahrene Firmen sind angesprochen. Als Referenz müssen sie den Einsatz in mindestens drei anderen Museen nachweisen können. Schließlich soll das Museum als Visitenkarte der Krefelder Kulturlandschaft beim Publikum aus der gesamten Region und darüber hinaus ohne Makel glänzen.

Die Bewerber müssen ihre Konzepte vorstellen, ihre Tariftreue nachweisen und für jeden ihrer Mitarbeiter polizeiliche Führungszeugnisse vorlegen. Mit dem Anforderungskatalog möchte die Krefelder Verwaltung die schwarzen Schafe der Branche von vornherein abschrecken. Schließlich geht es nicht nur um Umgangsformen und Servicebereitschaft, sondern auch um den Schutz erheblicher Werte. Bereits in der Bilanz des Jahres 2012 war der Wert der Bilder, Skulpturen und Installationen auf mehr als 70 Millionen Euro taxiert. Der tatsächliche Wert der rund 16.000 Kunstwerke dürfte erheblich höher liegen.

Die Wiedereröffnung des Kaiser Wilhelm Museums hat sich immer wieder verzögert. Der Start stand bereits unter einem ungünstigen Stern. Die Kommune hatte es versäumt, die Arbeiten europaweit auszuschreiben. Das Verfahren musste wiederholt werden, die Arbeiten gerieten schon zu Beginn in Verzug. Vielerlei Prognosen über den Fertigstellungstermin erwiesen sich in der Vergangenheit schnell als Schall und Rauch. Der frühere Kulturdezernent Roland Schiffer weissagte im Juli 2011, er werde die Wiedereröffnung noch während seiner Dienstzeit erleben - die Amtszeit des Beigeordneten endete im November 2013.

Quelle: RP
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