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Krefeld
Pfarrer Hendricks feiert Silbernes Jubiläum

Krefeld. Seit 25 Jahren ist Volker Hendricks Seelsorger an der Pauluskirche im Nordbezirk. Die Begegnungen mit Menschen jedes Alters und in jeder Lebenslage machen ihm seine Arbeit wertvoll. Morgen lädt das Presbyterium in den Gemeindesaal ein. Von Christina Schulte

Das haben bisher außer ihm nur Zwei geschafft: Pfarrer Volker Hendricks feiert in diesem Monat sein Silbernes Dienstjubiläum an der Pauluskirche. Am morgigen Sonntag, 31. Januar, lädt das Presbyterium zur Feier des Tages im Anschluss an den Gottesdienst in den Gemeindesaal ein.

Volker Hendricks blickt mit großer Zufriedenheit auf dieses Vierteljahrhundert in Krefeld zurück: "Ich schätze die gemeinschaftliche Tätigkeit im Presbyterium, die Zusammenarbeit mit den Angestellten und Ehrenamtlichen in der Gemeinde. Ich bin dankbar, dass ich mitwirken darf. Meine Arbeit ist so vielfältig." Hendricks hat mit vielen Menschen zu tun. Mit ihnen teilt er, die Frohe Botschaft: "Ich möchte ihnen Mut machen, mit Gott zu leben und auch mit Gott zu sterben."

Die Begegnungen mit den Menschen sind es, die ihm seine Arbeit so wertvoll machen - und umgekehrt den Menschen. So manches Schäfchen aus seiner Gemeinde weiß, wie geduldig Pfarrer Hendricks dem Gegenüber zuhört, mit ihm betet, ihm rät. "Seelsorge spielt überall eine Rolle, wenn ein Mensch Nöte hat", sagt er. So wird etwa auf Wunsch der Familie für einen kranken Jungen im Gottesdienst gebetet - und die Kirche richtig voll.

Hendricks ist als Junge - er wurde 1962 in Bad Kreuznach an der Nahe geboren - regelmäßig mit seiner Großmutter in die Kirche gegangen. "Und vor allem meine Mutter hat mich an den Glauben herangeführt", sagt er. Später unterstützten die Eltern den jungen Mann in seinem Berufswunsch. Von 1981 bis 85 studierte er - sehr klassisch - Theologie in Tübingen, bis zum Abschluss 1989 in Bonn. Von dort kam er 1991 mit seiner Frau und eineinhalbjährigem Sohn an den Niederrhein.

In dem Vierteljahrhundert wuchs im Krefelder Pfarrhaus ein Jungenquartett heran: Sie sind zwischen 26 und 19 Jahren alt und studieren auswärts. Für Theologie hat sich keiner entschieden. Doch da ist Hendricks tolerant: "Uns ist ein inneres Verhältnis zum Glauben wichtig, das wir den Söhnen mitgeben wollten." In ihrer Kindheit und Jugend haben die Vier auch an den Aufgaben ihres Vaters teilgehabt: "Man hat mich immer darum beneidet, dass ich so viele Jungen im Kindergottesdienst und auch im Team hatte", sagt der Vater.

Und damit wären wir beim Aufgabenfeld des engagierten Geistlichen: Alle 14 Tage hält er einen klassischen Gottesdienst am Sonntagmorgen. Zu seinen Amtshandlungen zählen Taufen, Konfirmationen, Trauungen, Beerdigungen. Er erteilt mit einem Team - das jeweils aus den vorhergegangenen Gruppen hervorgeht - den Konfirmandenunterricht. Er betreut einen Frauenseniorenkreis und leitet die Schulgottesdienste. Und dann sind da noch die Begleitung der Arbeit mit der Jugend und der mittleren Generation und der Gemeindebrief.

Im Rückblick stellt Pfarrer Hendricks fest, dass ihm im Laufe der Zeit immer mehr Bereiche zugewachsen sind: "Die Fülle der Aufgaben hat sich verdichtet." Zu Beginn kümmerten sich vier Pfarrer um die Gemeinde, jetzt sind es noch zwei. "Es ist aber auch lebendiger geworden", sagt er, der die Vielfältigkeit schätzt: "Ich habe mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Älteren zu tun, mit Menschen in allen Lebenslagen." Und allen kann er seinen festen Glauben mitteilen. Das tut er in seinen Predigten, deren Schreiben ihm jedes Mal wieder eine intensive Beschäftigung mit der Bibel und der Umgebung bedeutet. Und das tut er in der Kirche und im Alltag, wenn er seinem Konfirmationsspruch aus dem Propheten Habakuk folgt: "Aber ich will mich freuen des Herrn und fröhlich sein in Gott, meinem Heil."

Quelle: RP
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