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Im Haus Der Seidenkultur
Ausstellung "Ich glaub, ich steh im (Forst)-Wald"

Im Haus Der Seidenkultur: Ausstellung "Ich glaub, ich steh im (Forst)-Wald"
Die Akteure der Vernissage mit Zuckerrüben (v.l.): HdS-Kurator Klaus Drenk, Hansgeorg Hauser, Claudius Schmitz und Hans-Josef Ruhland. FOTO: HDS/D. Brenner
Krefeld. Was die Familie von der Leyen für Krefeld war, stellte die Familie Schumacher für den Forstwald dar. Bei der Vernissage der jüngsten Ausstellung im Haus der Seidenkultur (HdS) an der Luisenstraße 15 unter dem Titel "Ich glaub, ich steh im (Forst)-Wald" brachte Ratsherr Joachim C. Heitmann als Vertreter der Stadt die Gemeinsamkeiten der beiden mennonitischen Familien auf den Punkt.

Während die von der Leyens in Samt- und Seide "unterwegs" waren, kurbelte die Familie Schumacher im Fortswald die Wirtschaft mit einer Zuckerrübenfabrikation an. "Die Kulturlandschaft Forstwald", so Heitmann, "ist ein lebendiges Denkmal bürgerschaftlichen Engagements. Dieser Naturpark ist Ausdruck der Emanzipation des Bürgertums."

Von der Ausstellung zeigte sich der Vize-Vorsitzende der Bürgerinitiative Forstwald, Professor Claudius Schmitz, angetan. Die Akteure hätten begeistertes Heimat-Interesse, Neugier an der Tradition der Vergangenheit und eine Identität mit dem Stadtteil Forstwald gezeigt. Inzwischen seien die Macher der Ausstellung, die aus völlig unterschiedlichen Bereichen kommen, zu einer Art "Forstwald-Gang" zusammengewachsen. Auf die vielfältigen Gemeinsamkeiten der historischen Kulturlandschaft Forstwald mit dem Krefelder Stadtzentrum richtete Hans-Josef Ruhland den Focus seiner Rede.

So hätten die vier Wälle und der Forstwald eine gemeinsame, kulturell-geometrische Grundlage. Diese prägte die spätere Zusammenarbeit von Adolf Vagedes (Architekt der Krefelder Wälle), der seine Boulevards von Landschaftsgärtnern aus dem nahen Forstwald bepflanzen ließ. Auch dies ist eines der Kapitel einer bislang nur wenig bekannten Forstwald-Geschichte, die noch bis zum 20. September im Haus der Seidenkultur mit vielen Exponaten erzählt wird.

Für den musikalischen Part der Vernissage zeichnete Professor Hans-Werner Huppertz verantwortlich, der seiner Gitarre "musikalische Höchstgenüsse" entlockte, wie es HdS-Vorsitzender Hansgeorg Hauser formulierte. Letzterer machte auffallend viele Gäste aus, die zur Vernissage aus Städten gekommen waren, deren Buchstaben mit B begann, wie Berlin, Bochum, Bonn; "und Bockum", warf ein Krefelder Lokalpratriot in die Runde.

Quelle: RP
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