| 00.00 Uhr

Krefeld
Tag des offenen Denkmals in Krefeld

Krefeld: Tag des offenen Denkmals in Krefeld
Heimatstube im Alten Rathaus Uerdingen; Sitz der Stiftung Insterburg. FOTO: Matuschik
Krefeld. Am Sonntag haben Architekturfreunde Gelegenheit, bedeutende Bauten Krefelds zu erkunden. Wir stellen das Programm vor.

Ehemalige Produktionsgebäude der Vereinigten Seidenwebereien AG (Girmesgath 5):

Die VerSeidAG wurde 1920 von den Krefelder Textilfabrikanten Hermann Lange und Josef Esters gegründet. Als Architekt wurde Mies van der Rohe gewonnen, der 1927 -30 bereits die Wohnhäuser von Lange und Esters entworfen hatte. Von ihm stammen das sogenannte HE-Gebäude (1931) und die Färberei. Es sind die einzigen Produktionsgebäude, die Mies van der Rohe je errichtet hat. Heute Mies- van-der-Rohe-Business-Park.

Das sogenannte HE-Gebäude von Mies van der Rohe, früher Vereinigte Seidenwebereien. FOTO: Lammertz:

Öffnungszeiten am 10. September, 10 - 18 Uhr, Führung 12 Uhr.

Uerdingen Altes Rathaus (Am Marktplatz 10):

Das Steinert-Haus, erbaut von dem Architekten Hans Poelzig. FOTO: Monheim

Die lateinische Inschrift über der Eingangstür "Gott schütze, der Erzbischof fördere, der treue Uerdinger ehre (seine Stadt)" ergibt als Chronogramm gelesen das Erbauungsjahr 1725. Im Inneren sind Grundrissaufteilung und baufeste Ausstattung weitestgehend original erhalten. In den 1960er Jahren diente das Gebäude als städtisches Archiv Uerdingen, seit 1979 folgte die Nutzung durch die Kreisgemeinschaft Insterburg Stadt und Land, die das Gebäude als Geschäftsstelle und Insterburger Heimatmuseum mit drei Ausstellungsräumen nutzt. Es werden Exponate zur Geschichte und Kultur der Stadt und dem Landkreis Insterburg in Ostpreußen präsentiert, unter anderem auch Werke des spätexpressionistischen ostpreußischen Künstlers Paul Schmolling.

Nachdem die Stiftung Insterburg das Alte Rathaus 2013 von der Stadt Krefeld erwarb, erfolgte eine umfangreiche denkmalgerechte Sanierung des Gebäudes.

In ihrer Art einmalig: Die Kirche St. Heinrich in Uerdingen ist ein Stilgemisch aus neoromanischen, klassizistischen und Jugendstil-Elementen; das Innere bietet ein ganz besonderes Raumerlebnis. Am Sonntag kann man die Kirche im Rahmen des Tags des offenen Denkmals mit qualifizierter Führung erkunden. FOTO: Lammertz

Öffnungszeiten am 10. September, 11 - 16 Uhr, Führungen: 11 - 12 Uhr (Anmeldung: Tel. 022151 48991 oder info@insterburger.de).

Kath. Stadtkirche St. Dionysius (Dionysiusplatz):

1752-56 erbaut, erhielt 1768 ihren ersten Turm. 1840 - 43 Querhaus durch den Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner angebaut. 1893 Neubau des Turms, Erweiterung und Umbau 1908 - 10. Kirchenfenster von 1982 - 92. 2007 Einweihung einer neuen Klais-Orgel. 2011 Fertigstellung der Kirchturmsanierung, 2015 Umgestaltung und Neuordnung des liturgischen Raums. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Öffnungszeiten am 10. September, 11 - 19 Uhr, Orgelführung 12.30 Uhr, Kirchenführung 14.30 Uhr und Fensterführung 16.30 Uhr. Aktionen 11.30 und 18 Uhr Messfeiern, 12.30 - 17.30 Uhr Besichtigung des ehemaligen Totenkellers und der Sakristei.

Et Klöske (Oberstraße 29):

Die Kapelle eines im 14. Jahrhundert gegründeten Hospitals, ursprünglich Gasthaus zum Heiligen Michael, diente bis Anfang des 19. Jahrhunderts der Pflege von Kranken, Armen, Waisen und Obdachlosen. Im städtischen Besitz als Schule, Feuerwehrhaus und Gefängnis genutzt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde eine Secco-Malerei entdeckt und saniert. Seit 2003 im Besitz der Schlaraffia Crefeldensis, die viel zur Erhaltung beigetragen hat.

Öffnungszeiten am 10. September, 11 - 17 Uhr, Führungen ab 12 Uhr stündlich.

Haus Steinert (Kliedbruchstraße 67):

1929 von Architekt Hans Poelzig für den Fabrikanten Fritz Steinert errichtet. Einziges Einfamilienhaus für einen privaten Bauherrn und eines der wenigen erhaltenen Bauten Poelzigs. Ursprüngliches Treppenhaus mit originaler Einrichtung. Die expressionistische Architektur kann gerade an Treppen verdeutlicht werden. 1997 beinahe abgerissen, aber durch Proteste von Nachbarn gerettet, schließlich unter Denkmalschutz gestellt. Fritz Steinert gehörte zu den "Kerzianern", einem Kreis von Künstlern und Kunstfreunden, die sich auch während der Nazi-Zeit bei Kerzenlicht getroffen haben.

Öffnungszeiten am 10. September 11 - 17 Uhr, Führungen nach Bedarf (02151 5656736 oder florian@bildarchiv-monheim.de).

Haus der Seidenkultur (Luisenstraße 15):

Historische ehemalige Paramenten-Weberei Hubert Gotzes, um 1868 erbaut. Im historischen Websaal sind sechs authentische und betriebsbereite Jacquard-Handwebstühle erhalten, mit denen bis Ende der 1980er Jahre Paramente hergestellt wurden. Restaurierung 2013. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Öffnungszeiten am 10. September, 10 - 17 Uhr, Führungen stündlich ab 11.30 Uhr, Ausstellung: Die Pracht der Paramente.

Kirche St. Heinrich (Heinrich-Theißen-Straße 1):

Die Kirche zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Stilmischung aus neo-romanischen, klassizistischen und Jugendstil-Elementen aus. Die Kirche trägt das Patronat des Kaiser-Ehepaares Heinrich II. und Kunigunde von Luxemburg, die beide zu den Heiligen der Katholischen Kirche gezählt werden. Erbaut wurde die Kirche 1913 - 1915 und vom Kölner Erzbischof Kardinal Hartmann geweiht. 1919 wurde sie zur selbstständigen Gemeinde. Ablauf am 10. September:

10 Uhr: Gottesdienst - 11 Uhr: Vortrag: "Die Säulenheiligen von St. Heinrich", Kirchenführung und Agape - 14 Uhr: Konzert für Orgel und Trompete - 14.30 Uhr: Vortrag "Die Säulenheiligen von St. Heinrich" und Kirchenführung. - 16 Uhr: Kaffeetafel.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld: Tag des offenen Denkmals in Krefeld


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.