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Krefeld
Thomas Morus: Festmesse zum Fünfzigsten

Krefeld: Thomas Morus: Festmesse zum Fünfzigsten
Markanter Rundbau an der Kempener Allee: Die Nähe zur Britischen Kaserne hatte Einfluss auf die Namensgebung der 1966 erbauten Kirche. St. Thomas Morus wurde nach dem englischen Heiligen benannt. Der runde Sakralbau soll die im Zweiten Vatikanischen Konzil proklamierte Öffnung zur Welt und den dialogischen Stil der Verkündigung unterstreichen. FOTO: T.L.
Krefeld. Weihbischof Johannes Bündgens hält am morgigen Sonntag um 15 Uhr die Festmesse in St. Thomas Morus. Danach findet im Gemeindeheim ein Fest statt. Von Christine van Delden

Die katholische Gemeinde St. Thomas Morus an der Kempener Allee feiert ein rundes Jubiläum: Im März 1966 wurde die Kirche geweiht. Gleichzeitig wurde die damalige Pfarrgemeinde St. Thomas Morus aus den Vorgängergemeinden St. Bonifatius und St. Petrus Canisius gegründet. Dieses 50. Jubiläum von Kirche und Gemeinde wird mit einer Festmesse am 13. März gefeiert, die Weihbischof Johannes Bündgens halten wird.

Das Kirchengebäude wurde direkt nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) erbaut, was sich in seiner Architektur spiegelt: Die proklamierte Öffnung zur Welt und der neue dialogische Stil der Verkündigung werden durch den runden Sakralbau unterstrichen. Durch die im Halbrund angeordneten Bänke sind die Gemeindemitglieder nicht nur dem Altar zugewandt, sondern auch im (Blick-)Kontakt. Erbaut wurde die Kirche durch den Kölner Kirchenbauarchitekten Stefan Leuer (1913-1979), der auch die Pfarrkirche St. Franziskus in Krefeld erschaffen hat.

Durch die im Halbrund angeordneten Bänken sind die Gemeindemitglieder nicht nur dem Altar zugewandt, sondern auch untereinander im (Blick-)Kontakt. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)

Die Öffnung zur Welt war von Anfang an ein großes Thema für die Gemeinde, berichtet die Gemeindereferentin Ina Kuhn. Sie beschreibt die Situation um 1966 herum, als die Kirche von einem Neubaugebiet umgeben war: von Kempener Feld, Bückerfeld- und Dieselstraße; dazu lag die Britische Kaserne im Einzugsgebiet. Diese hat im Übrigen zur Namensgebung der Kirche beigetragen, denn Thomas Morus ist ein englischer Heiliger. In dieser Anfangszeit lag einer der Schwerpunkte der Gemeindearbeit in der Betreuung der Kindergärten der Pfarrei. Das hat sich heute grundlegend geändert. "Heute ist das uns umgebende Wohngebiet überaltert und die Kindergärten mussten längst aufgegeben werden", berichtet Ina Kuhn. Dafür öffnen sich neue Aufgabenfelder. Als Beispiel nennt sie die Aktion "Keiner is(s)t allein": Die Gemeinde bietet Alleinstehenden eine Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen an. Ina Kuhn hebt zudem die Vielfalt des Angebotes der Gemeinde hervor und betont: "Wir haben hier immer die Eigenständigkeit der einzelnen Gruppen gefördert." Als Beispiele für die Gruppen der Gemeinde nennt sie die Bildungsangebote, die die KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) und die KFD (Katholische Frauengemeinschaft Deutschland) anbieten, die Messdiener, den sehr aktiven Pfadfinderstamm oder die Senioren.

Ein neues Aufgabenfeld ist durch die Flüchtlingsarbeit entstanden: Jeden Mittwoch von 10-12 Uhr ist das Flüchtlingscafé geöffnet und bietet neben einer Kinderbeschäftigung die Möglichkeit der Begegnung. "Es ist ganz toll, wie viele verschiedene Menschen mit ihren jeweiligen Fähigkeiten uns bei dieser Arbeit unterstützen", freut sich Ina Kuhn. "Etwa 20 Ehrenamtler aus der Gemeinde setzen sich für diese Aufgabe ein: Pensionierte Pädagogen kümmern sich um Sprachförderung; Menschen, die selbst viele Sprachen beherrschen, helfen als Dolmetscher oder die Damen, die mit großer Freude kreativ mit den Kindern arbeiten".

Durch die vom Bistum beschlossenen Strukturveränderungen war es auch für die Pfarre St. Thomas Morus wichtig, eine stärkere Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden zu beginnen. Dieser nicht ganz einfache Prozess endete im Januar 2014 als die Gemeinde in die neue Pfarre Heiligste Dreifaltigkeit integriert wurde. "Es muss vieles neu überlegt werden", sagt Ina Kuhn. Gleichzeitig betont sie aber: "Wir sind auf dem Weg eine Pfarrei zu werden - ohne dabei unsere Eigenständigkeit zu verlieren. Wir blicken nach vorne und arbeiten nach dem Leitspruch 'Bewährtes bewahren und Neues finden'."

Quelle: RP
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