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Krefeld
Traglufthalle Hüls wird bis Sonntag fertig

Krefeld: Traglufthalle Hüls wird bis Sonntag fertig
Am Reepeweg in Hüls ist die Fläche für die Flüchtlingsunterkunft vorbereitet. Morgen sollen die nötigen Elemente angeliefert und so weit montiert werden, dass die Traglufthalle am Freitag fertig aufgebaut ist und aufgeblasen werden kann. In Traar soll die Halle am 29. und 30. Januar errichtet werden. FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Auf dem Sportplatz Reepenweg in Hüls neben der Gesamtschule und auf der Festplatzwiese in Traar an der Ecke Moerser Landstraße und An der Elfrather Mühle sollen demnächst jeweils bis zu 150 Personen eine Unterkunft finden.

Wegen der ständig ansteigenden Flüchtlingszahlen und inzwischen mangelnder Möglichkeiten der sofortigen Unterbringung hat die Stadt Krefeld zwei winterfeste Traglufthallen angemietet, deren Aufbau jetzt beginnt. Auf dem Sportplatz Reepenweg in Hüls neben der Gesamtschule sowie auf der Festplatzwiese in Traar an der Ecke Moerser Landstraße und An der Elfrather Mühle sollen demnächst jeweils bis zu 150 Personen eine Unterkunft finden. In Hüls laufen die Arbeiten zur Aufstellung der Traglufthalle nun auf Hochtouren. Wie die Stadtverwaltung gestern mitteilte, wird die Halle in Hüls von morgen bis Sonntag errichtet. Die Hallengröße beträgt an beiden Standorten 36 mal 36 Meter. Dazu kommen jeweils zehn Container: zwei Dusch-Container, zwei WC-Anlagen, drei Container für die Essensausgabe, zwei Einheiten für Wäsche/Trocknen und ein Container für die Unterkunftsbetreuung. Die Arbeiten an den Containern in Hüls sind für den 18. Januar vorgesehen. Wenn alles fertig ist, können die Räumlichkeiten möbliert werden und - so hofft die Verwaltung - noch in der letzten Januarwoche bezogen werden.

Fotos: Traglufthalle für Flüchtlinge in Düsseldorf aufgebaut FOTO: dpa, fg jai

In Traar wird das Areal noch vorbereitet; dort wird laut Stadtverwaltung im Gegensatz zu Hüls eine Verankerung im Boden notwendig, die vom 19. bis 21. Januar angebracht wird. Die Aufstellung der Halle ist dann für den Zeitraum vom 29. bis 30. Januar geplant. Wichtige Kriterien für die Auswahl der beiden Standorte waren, dass einerseits Anschlüsse für Wasser, Strom und Abwasser vorhanden sind und zum anderen die Flächen kurzfristig zur Verfügung stehen konnten.

In Abstimmung mit den Bürgervereinen in Traar und Hüls hatte die Verwaltung vorab vor Ort zu Bürgerversammlungen eingeladen, um über die Flüchtlingssituation in Krefeld zu informieren und Fragen zu den Standorten zu beantworten. Die Resonanz aus der Bevölkerung war an beiden Standorten überwiegend positiv. "Die Stadtverwaltung freut sich über die große Unterstützung bei der Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge. Dieser Dank gilt nicht nur den Hilfsorganisationen, Vereinen und Verbänden, sondern genauso den vielen Initiativen und Hilfsangeboten aus der Krefelder Bürgerschaft, die sich hier engagieren", erklärte Oberbürgermeister Frank Meyer.

Hintergrund: Flüchtlinge in Turnhallen

Insgesamt setzt die Stadtverwaltung aber auch weiterhin auf ein dezentrales Unterbringungskonzept: Möglichst viele Flüchtlinge sollen nicht in Sammelunterkünften, sondern dezentral in Wohnungen im gesamten Stadtgebiet untergebracht werden. Deshalb sucht die Stadt weiter Immobilienobjekte zur Anmietung für die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern.

Interessierte Vermieter können sich beim Fachbereich Zentrales Gebäudemanagement unter Telefon 861870 oder per E-Mail an heino.brangs@krefeld.de melden.

Fotos: Wo Flüchtlinge wohnen können FOTO: dpa, rwe jai
Quelle: RP
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