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Krefeld
Ungewöhnlicher Appell im Rathaus an alle Mitarbeiter

Krefeld. Oberbürgermeister Frank Meyer hat in einem ungewöhnlichen Appell alle städtischen Bediensteten aufgefordert, sich zur Mitarbeit in den Bereichen zu melden, die mit der Betreuung und Unterbringung von Flüchtlingen befasst sind. Der Zuwachs an Flüchtlingen sei "mit dem bestehenden Personal nicht mehr zu bewältigen", schreibt Meyer in einem Brief, der mit "Liebe Kolleginnen und Kollegen" überschrieben ist. "Ich appelliere an Ihre Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten kurzfristig bei der Bewältigung der Aufgabe zu helfen", heißt es weiter.

Allein mit externen Kräften, die mit den Prozessen in der Verwaltung nicht vertraut seien, sei die Aufgabenmenge nicht mehr zu bewältigen, schreibt Meyer. Er fordert jeden auf sich zu überlegen, ob er für begrenzte Zeit in einem der kritischen Bereiche arbeiten würde - etwa bei Überstunden oder durch Aufstockung einer Teilzeitstelle. "Ich würde mich sehr freuen, wenn aus der Mitarbeiterschaft deutliche Signale des Zusammenhaltes und der gegenseitigen Unterstützung kommen würden."

Mitarbeiter, die "höherwertige Tätigkeiten" übernähmen, würden eine entsprechende Zulage bekommen. Vollzeitkräfte, die Überstunden oder Samstagarbeit machen würden, bekämen diese vergütet.

Meyer geht noch nicht davon aus, dass die Flüchtlingszahlen dauerhaft zurückgehen: Es sei nicht absehbar, wie sich die Zahl der Flüchtlinge mittelfristig entwickele.

(vo)
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