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Montessori-Grundschule
Zauberhaftes Wiedersehen mit der Zauberflöte

Krefeld. Von Joanne Wolverson, Sophie Strohmeyer und Ronja Plottnik

Das Untier ist einen Meter lang - Prinz Tamino hat keine Chance: Er ist nur halb so groß. Kinder der Montessori-Grundschule haben "Die Zauberflöte" als Puppentheater aufgeführt; es wurde ein zauberhaftes Wiedersehen mit der wohl beliebtesten Oper Mozarts.

Zum ersten Mal seit langem haben sich die 26 Viertklässler solch ein großes Abschlussprojekt vorgenommen. "Nein, es war überhaupt nicht schwierig, mit den Kindern zu arbeiten. Sie haben sich wirklich richtig ins Zeug gelegt und waren sofort Feuer und Flamme, als sie von dem Abschlussprojekt erfahren haben", erklärt Monika Giersch-mann, Lehrerin an der Grundschule. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Mechthild Blasel-Kaneko und der Unterstützung einiger Eltern ließ sich die Idee im Rahmen einer Aufführung umsetzen.

In allen Fachunterrichten wurde für dieses Ereignis hart geprobt und gebastelt. Ganze vier Monate lang haben die Kinder an ihren Rollen gearbeitet. Sogar eine eigene Szene - ein Gespräch zwischen Papageno und Tamino - wurde selbst geschrieben: Dafür setzten sich die Schüler in Kleingruppen zusammen, um schließlich die besten Ideen für den Dialog zusammenzutragen. Die Kinder haben nicht gesungen - es wurden Erzähltexte gesprochen; dann wurde Musik eingespielt. Die Kinder haben Geräusche wie das Knistern eines Feuers nachgestellt und Übergangsmelodien auf dem Xylpophon gespielt. Kindgerecht und schön - so lässt sich die gestrige Interpretation des komplexen Stücks wohl am besten beschreiben. Vereinfachte Dialoge, bunte, selbstgenähte Puppenkleider und detailreiche, variierende Bühnenbilder sorgten für durchgehend strahlende Kindergesichter im Publikum - die Eltern kamen erst am Abend. "Ich war nicht aufgeregt, es war ja aber auch schon das vierte Mal. Es war schön", sagt der zehnjährige Finn Rogge. Er hatte bei der Verlosung der Charaktere das Glück, seine Lieblingsfigur Tamino zu ziehen. Die ganze Woche über fanden Aufführungen statt, den Schlusspunkt bildete gestern Abend eine Vorführung für die Eltern. "Beim ersten Mal war ich schon aufgeregt", erinnert sich Luis Kostyra. Er war einmal Erzähler und einmal ein Priester. Für ihn ist Sarastro der Held der Geschichte, da er cool und nett sei. Kein Wunder - schließlich regieren in Sarastros Reich Liebe und Gerechtigkeit, man kenne weder Rache noch Wut. Den krönenden Abschluss jeder Aufführung lieferten die kleinen Puppenspieler, alle versammelt vor der Kulisse, durch eine Gesangseinlage von Papagenos "Der Vogelfänger bin ich ja".

Quelle: RP
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