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Heinsberg
Kunst kinderleicht selbstgemacht

Heinsberg: Kunst kinderleicht selbstgemacht
Kunst macht Spaß - das unterstrichen die Nachwuchskünstler bei ihrer eigenen kleinen Finissage. FOTO: UWE HELDENS
Heinsberg. Kindern und Jugendlichen die Kunst zugänglich machen - das war das Ziel des Ferienateliers im Begas Haus. Das Resultat des Workshops war eine Finissage. Von Laura Dohmen

Kinder in den Sommerferien für ein Museum zu begeistern, kann eine knifflige Aufgabe sein. Vor allem, wenn es dabei um Kunst aus dem 19. Jahrhundert geht. Mit viel Engagement und einem ebenso praxisorientierten wie kindgerechten Konzept hat das Projekt "Ferienatelier" dieses Ziel klar erreicht. Vier Tage lang haben elf junge Künstler in den Räumen des Heinsberger Begas Hauses gewerkelt. Am Freitagnachmittag konnten sie in einer eigenen kleinen Finissage nicht nur Werke der Dauerausstellung fachmännisch erklären, sondern auch ihre eigene Kunst vorstellen.

"Das Projekt wird durch das Programm Kulturrucksack NRW ermöglicht", erklärte Annica Dietrich, die gemeinsam mit ihrer Assistentin Laura Roggen das Ferienatelier geleitet hat. Erstmals habe das Projekt 2014 in Heinsberg stattgefunden. Aufgrund der positiven Resonanz sowohl der Teilnehmer als auch der Organisatoren habe man sich dann entschieden, es erneut anzubieten. "Das fühlt sich überhaupt nicht nach Arbeit an", sagte Dietrich nach der Präsentation lächelnd.

Arbeitsreich war die Woche der jungen Künstler aber durchaus. Von Dienstag bis Freitag trafen sie sich nachmittags in ihrem kleinen Atelier, das, gefüllt mit Bildern, Werkzeugen und dem Geruch von Farbe, auch am Präsentationstag noch ganz den Charakter einer Werkstatt hatte. Gleich am ersten Tag konnten die Teilnehmer selbst Hand anlegen. "Jeder durfte sich ein Werkzeug schnappen und es ausprobieren", erzählte Annica Dietrich, "nach zwei Minuten wurde dann getauscht." Neben Pinsel und Spachtel kamen dabei auch Zahnbürsten zum Einsatz.

Der Bezug zum Begas Haus funktionierte ebenso intuitiv. "Wir durften uns ein Bild aussuchen, das uns gefällt und dazu eine Maske aus Gips machen", erklärten die Teilnehmer bei ihrer Führung durch das Museum und ergänzten lachend: "Das war eine ziemliche Matscherei."

Wie zu ihren Werken hatten sich die Teilnehmer auch zur Finissage viele Gedanken gemacht. Mit ihren Masken integrierten sie sich selbst als Statuen in das Museum. So konnten die Besucher Bild und Maske nebeneinander betrachten. Außerdem erhielten sie sofort eine Erklärung der jungen Künstler zu ihren Werken und deren Vorbildern aus der Begas Sammlung.

Von der Vielfalt der Einfälle, die von Tänzerinnen und Prinzessinnen über griechische Götter bis hin zu Drachen reichten, zeigte sich auch die Projektleiterin überrascht. "Die Kinder haben sich das alles selbst überlegt", schilderte sie stolz.

Das nächste Ferienatelier soll in den Herbstferien vom 13. bis zum 16. Oktober stattfinden.

Quelle: RP
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