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Wegberg
Was wird aus der Klinik?

Wegberg: Was wird aus der Klinik?
Wirbel um Sankt Antonius Klinik. FOTO: RPO
Wegberg. Über zukünftige Strukturen am Krankenhausstandort Wegberg berät der Stadtrat in einer Sondersitzung. Im Gespräch ist auch die Errichtung eines Altenhilfezentrums. Dazu müsste sich der jetzige Eigentümer zurückziehen. Von Michael Heckers

Kurzfristig lädt Bürgermeisterin Hedwig Klein zu einer Sondersitzung des Rates ein. Darin sollen die Ratsmitglieder im nichtöffentlichen Teil über zukünftige Strukturen am Krankenhausstandort Wegberg beraten. Nach RP-Informationen zählt die Errichtung eines Altenhilfezentrums zu den Nutzungsvarianten, welche die Verwaltung den Ratsmitgliedern am nächsten Dienstagabend vorstellen wird.

Mehrere Referenten

Offenbar gibt es nicht nur einen Interessenten für den Krankenhausstandort: Es sind mehrere Referenten zu der Sondersitzung eingeladen, darunter der Verwaltungsdirektor eines benachbarten Krankenhauses und ein Vertreter der Maria-Hilf-Einrichtung aus Gangelt. Dort hatte man in der Vergangenheit mehrfach Interesse am Standort Wegberg signalisiert, unter anderem bei den Gesprächen über Nutzungskonzepte für das ehemalige Karmeliterkloster an der Kirche St. Peter und Paul. Ob die Maria-Hilf-Einrichtung nun ein konkretes Interesse daran hat, den Erbpachtvertrag mit der Stadt Wegberg vom derzeitigen Eigentümer zu übernehmen, dazu äußerte sich die Geschäftsleitung bislang nicht. Als weiterer Interessent für die Übernahme ist ein privater Altenpflegeträger im Gespräch, der schon mehrere Einrichtungen betreibt.

Welche Alternativen in der Sondersitzung auch zur Sprache kommen: Voraussetzung ist, dass der jetzige Eigentümer Dr. Arnold Pier sein Einverständnis dazu gibt. Offensichtlich haben die Krankenkassen zuletzt massiv auf Veränderungen an der Sankt Antonius Klinik gedrängt – und dabei Unterstützung vom Landesgesundheitsministerium erfahren.

Die medizinische Grund- und Regelversorgung ist Grundbedingung im Erbpachtvertrag, den die Stadt im Jahr 2006 mit Arnold Pier geschlossenen hat. Sollte sich daran etwas ändern, müsste ein neuer Erbpachtvertrag geschlossen und politisch legitimiert werden.

Ermittlungen abgeschlossen

Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach hat das Ermittlungsverfahren gegen Klinikchef Pier u.a. wegen fahrlässiger Tötung zwischenzeitlich abgeschlossen. Während die Öffentlichkeit jeden Tag damit rechnet, dass Anklage erhoben wird, äußert sich die Staatsanwaltschaft dazu nicht.

Quelle: RP
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