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Kreis Mettmann
Awo sucht Begleiter für Kinder mit Handicap

Kreis Mettmann. Die Arbeiterwohlfahrt im Kreis Mettmann sucht weitere Inklusionsbegleiter für Kinder und Jugendliche. Seit September 2014 ist die Awo einer von über 20 Anbietern im Kreis, die Kindern mit Handicap helfen, in Kitas und Schulen mitzukommen.

"Wir arbeiten ausschließlich mit Regeleinrichtungen, also nicht mit Förderschulen, zusammen", sagt Peter Horn, Projektentwickler Soziale Arbeit bei der Awo. Derzeit sind 23 Inklusionsbegleiter bei der Awo beschäftigt.

Jeder Begleiter betreut ein Kind. "Wir arbeiten eng mit den Eltern, den Kitas und den Schulen zusammen und wissen so, wo der Schuh drückt", sagt Horn. Inklusionsbegleiter kann jeder werden. "Wichtig sind soziale Kompetenz und die Fähigkeit, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten". Horn besucht zunächst allein die Eltern und das Kind, macht sich ein Bild von der Art der Behinderung. Es können körperliche, geistige und sozial-emotionale Defizite sein.

Dann besuchen Betreuer und Horn gemeinsam die Familie. Die Inklusionsbegleiter gehen mit den Kindern in die Kita oder in die Schule und betreuen sie dort. Es gibt Inklusionsbegleiter, die arbeiten in Vollzeit (39 Stunden wöchentlich) oder in Teilzeit. Die Vergütung beträgt bei Vollzeit 2048 Euro, hinzu kommen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Sonderzahlungen (Weihnachtsgeld) und zusätzliche Altersversorgung. Die Ferien sind frei.

Die Inklusionsbegleiter kommen aus unterschiedlichen Berufen: Büro- und Industriekaufleute, Schlosser, Techniker, Pflegehelferin, Sekretärinnen. "Meist steigen die Betreuer bei uns nach einer Familienphase ein oder verdienen sich als Rentner ein Zubrot", sagt Horn. Niemand müsse Angst haben, ohne Vorkenntnisse seine Arbeit aufzunehmen. Die Betreiber absolvieren eine Fortbildungswoche, außerdem gibt es jeden Monat eine Teamsitzung.

Zusätzlich biete die Awo ein Qualifizierungsseminar an (Montag, 29. Mai, bis Freitag, 2. Juni, ganztägig). Kosten: 200 Euro (mit Erstattung von 100 Euro nach dem 1. Beschäftigungszyklus). Die Themen sind unter anderem: Rechtsfragen, Elternkontakte, Rolle und Aufgabe, Formen der Behinderung, Erwartungen von Kita, Eltern und Schule. Kontakt: Telefon 02104 - 970170.

(cz)
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