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Monheim
Brandserie beunruhigt Monheimer

Monheim: Brandserie beunruhigt Monheimer
Anfang Januar brannten mehrere Autos auf dem Parkplatz am Berliner Ring. FOTO: Schüller
Monheim. Landrat Hendele stellte bei CDU-Versammlung die Kriminalitätsentwicklung im Kreis Mettmann vor. Von Shabir Saaed

Neben der steigenden Zahl von Verkehrstoten (2015: 14, 2014: 1) beunruhige die Behörden die aktuelle Brandserie in Monheim. Seit Neujahr betrage der Gesamtschaden der abgebrannten Fahrzeuge rund 40.000 Euro. Dies berichteten Manfred Frorath, Abteilungsleiter Polizei des Kreis Mettmann und der Leiter der Monheimer Wache, Michael Pütz, die zusammen mit Landrat Thomas Hendele jetzt bei der Mitgliederversammlung der CDU Monheim die Entwicklungen der Kriminalität im Kreis Mettmann vorstellten.

Unter der Moderation des Vorsitzenden Tim Brühland diskutierten im Anschluss daran die etwa 35 gekommenen Zuhörer im Bürgerhaus Baumberg mit den Referenten. Thomas Hendele betonte, dass das derzeit vorherrschende Klima in der Gesellschaft, insbesondere in den sozialen Netzwerken, nicht der Realität entspreche. In den Städten des Kreises Mettmann lasse es sich gut leben - so sein Fazit zur aktuellen Sicherheitslage im Kreisgebiet. "Die Flüchtlingssituation hat zu keinen signifikanten Auswirkungen auf die Kriminalitätslage im Kreis Mettmann geführt", sagte Hendele im Hinblick auf die Statistiken des letzten Jahres.

Kreisweit gab es im letzten Jahr in den rund 104 bestehenden Notunterkünften rund 11.000 Polizeieinsätze, von denen allerdings mehr als 10.000 sogenannte "eigenveranlasste" Einsätze waren, wie beispielsweise Präsenzmaßnahmen. Mittlerweile sind die sieben Notunterkünfte in Monheim wieder geschlossen. Zwar liege Monheim in der Gesamtkriminalität über dem Kreisdurchschnitt, allerdings könne das subjektive Empfinden von Bürgern über sogenannte "Angsträume" wie beispielsweise an der Unterführung Friedrichstraße nicht mit steigenden Delikten belegt werden, wie Michael Pütz erläuterte.

Vielmehr bereite der steigende Anstieg an Wohnungseinbrüchen große Sorgen, was den Schwerpunkt der Arbeit der Polizei im Kreis Mettmann bildet. Der Einsatz von Diagnosesoftware, die aufgrund historischer Daten Wahrscheinlichkeiten für zukünftige Wohnungseinbrüche prognostiziere, sei laut Frorath für eine kleine Stadt wie Monheim fragwürdig, weil die vergleichsweise geringen Fallzahlen als Datenmengen für verlässliche Prognosen nicht ausreichen können.

Auch der Einsatz von Videoüberwachungen im Bereich Ernst-Reuter-Platz, Schöneberger Straße und Weddinger Straße habe zur Debatte gestanden. Allerdings sei der Vorschlag verworfen worden. Denn damit gehe die Verpflichtung einher, dass ein Beamter während der Aufzeichnungszeiten für die Betrachtung der entsprechenden Monitore abgestellt werden müsse, was sich in einer Kosten-Nutzen-Rechnung laut Frorath nicht rentiere. Am 7. März stellt der Kreis seinen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2015 der Öffentlichkeit vor.

Quelle: RP
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