| 00.00 Uhr

Kreis Mettmann
Kreisweit fehlen 31 Grundschullehrer

Kreis Mettmann. Die Schulaufsicht wirbt verstärkt um Teilzeitkräfte, damit es nicht zu Unterrichtsaufall kommt. Von Isabel Klaas

Es wird immer schwieriger, ausgebildete Lehrer für Grundschulen zu gewinnen. Auch im Kreis Mettmann. Dabei steigt die Zahl der Schüler - unter anderem auch durch Flüchtlingskinder.

Zweieinhalb Wochen vor Beginn des neuen Schuljahres sind in den Grundschulen des Kreises noch insgesamt 31 Stellen unbesetzt. Das Schulamt des Kreises, als Untere staatliche Aufsichtsbehörde dafür zuständig, dass die Grundschulen ausreichend Lehrkräfte haben, hofft noch auf Nachmeldungen in den nächsten Wochen. Insgesamt gebe es für das bevorstehende Schuljahr einen Bedarf an 1970 Lehrer-Stellen, sagt Schulamtsdirektorin Jeannette Völker. Rund 250 Arbeitsverträge hat das Schulamt bereits in diesem Jahr ausgefertigt. "Es darf kein Unterricht ausfallen", betont Völker. Inzwischen werde es jedoch immer schwieriger, die Kollegien aufzufüllen.

"Auch befristete Stellen, zum Beispiel als Vertretung während der Elternzeit oder eines langfristigen Krankheitsausfalls, sind immer wieder zu besetzen", sagt Völker. Für Lehrer, die sich in der Elternzeit oder der Beurlaubung befinden, könne eine Teilezeitbeschäftigung unter Umständen sehr attraktiv sein, meint die Schulamtsdirektorin. "Die Lehrkräfte bleiben auch in dieser Lebensphase im geschäft und laufen nicht Gefahr, den Anschluss zu verlieren", macht Völker den Teilzeitjob schmackhaft.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung in NRW hat zum Thema Lehrermangel festgestellt: "Es gibt auch Fächer, in denen innerhalb der kommenden Jahre kaum Lehrpersonal eingestellt werden muss. Dies betrifft vor allem kleine Fächer mit einem geringen Unterrichtsvolumen, in denen somit auch nur in geringem Maße Personal ersetzt werden muss." Auch das veränderten und längere Studium ist verantwortlich für den Lehrermangel.

Das Landes-Ministerium warnt: "In den nächsten 20 Jahren werden an öffentlichen und privaten Schulen rund 100 000 Stellen neu zu besetzen sein."

Weitre Auskünfte zu den Einsatzmöglichkeiten an einer der 79 Grundschulen im Kreis Mettmann erteilen die Mitarbeiter des Schulamtes unter Telefon 02104 992016 oder -2019.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kreis Mettmann: Kreisweit fehlen 31 Grundschullehrer


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.