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Langenfeld
Müll im Landschaftspark ärgert Spaziergänger

Langenfeld: Müll im Landschaftspark ärgert Spaziergänger
Besonders neben Sitzbänken bleibt oft der Müll liegen. FOTO: ik
Langenfeld. Mensch und Tier lieben den Landschaftspark Fuhrkamp. Doch seit dem Wochenende ist der pure Naturgenuss dort getrübt. Petflaschen, Chipstüten, Zigarettenpackungen und Pappbecher fliegen durch die Gegend, als handele es sich um einen Jahrmarkt.

Mittlerweile wurde ein Teil des Party-Mülls weggeschafft, der andere neben Parkbänken aufgehäuft. Im Internet-Forum Langenfeld Rheinland wird wieder einmal der Ruf nach Papierkörben laut.

Doch die sind laut Ulrich Beul, Baudezernent und Chef des Fachbereichs Stadtentwicklung, auch nach dem jüngsten Vorfall nicht vorgesehen. "Wir betrachten diese Verunreinigung als Ausrutscher und einmalige Sache", sagt Beul, "und gehen davon aus, dass so etwas nicht wieder vorkommt. Natürlich haben wir auch ein Auge auf den Landschaftspark."

Aber normalerweise sehe es da ja recht sauber aus. Der zuständige Landschaftsplaner Jens Mischel hatte in der Vergangenheit immer wieder betont: "Stellt man hier Bänke auf, ist drumherum alles ganz schnell vermüllt. Gibt es keine, hält sich das in Grenzen." Eigentlich, erklärt Beul, waren in dem Biotop, das es seit 2004 gibt, nicht einmal Bänke vorgesehen, ganz streng genommen auch keine Wege.

Als damalige Eigentümerin des Berghausener Geländes hatte die Stadt Düsseldorf durch die naturnahe Aufwertung einen Ausgleich für ihren Flächenverbrauch geschaffen und so ihr Ökokonto aufgewertet. Der Stadt Langenfeld wurde das Gelände mit der Maßgabe übertragen, eine Naturfläche zu entwickeln. Das hat sie getan. Und auf solchen Ausgleichflächen hat der Mensch normalerweise nichts zu suchen.

Durch die Nähe zur Wohnbebauung in Richrath, Langfort und Berghausen drängte die Langenfelder Verwaltung damals aber auf eine Ausnahme und setzte öffentliche Wege durch. Heute wird der Landschaftspark von Radlern, Joggern, Spaziergängern und Hundebesitzern genutzt. Die Naherholungsfläche ist aus dem Norden Langenfelds nicht mehr wegzudenken. Besonders die älteren Spaziergänger aus dem Seniorenzentrum St. Martinus sind froh, dass im Laufe der Zeit auch vereinzelt Bänke im Landschaftspark aufgestellt wurden. Leider gibt es aber auch eine Minderheit, die offenbar keinen Sinn für die Natur hat und kopflos die dort lebenden Tiere mit dem zurückgelassenen Müll gefährdet. Da bleibt nur die Hoffnung auf eine späte Einsicht der Umweltbanausen.

Auch die neue Führung des Burbachs und Verlegung des Spazierweges wird nicht von allen Spaziergängern akzeptiert. Immer wieder werden Zäune aufgeschnitten. "Wir bemühen uns, die Löcher zu schließen", sagt Beul, "und zwar zum Schutz der Natur."

(ik)
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