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Monheim
Mieterbund kritisiert "Ghetto-Bildung" bei der LEG

Monheim. Mit Empörung reagierte der Vorsitzende des Mieterbundes Monheim/Langenfeld, Dr. Norbert Friedrich, auf die Berichterstattung, dass die von der LEG geplanten Sanierungen im Berliner Viertel Mieterhöhungen von bis zu zwei Euro pro Quadratmeter zur Folge haben sollen. Das mache bei einer gängigen Wohnungsgröße zwischen 70 und 80 Quadratmetern zwischen 140 und 160 Euro/Monat aus. "Für viele Familien schlichtweg nicht leistbar," so Friedrich. Es sei ein sozialer Skandal, dass als Lösung ernsthaft vorgeschlagen wird, betroffene Mietparteien umzusiedeln, nur um bestimmte Straßenzüge sozial aufzupolieren, so Friedrich weiter.

"So wird ein soziales Ghetto innerhalb eines Wohnviertels geschaffen, in das nach außen sichtbar alle diejenigen umgesiedelt werden, die zur Zahlung der stark erhöhten Miete nicht mehr in der Lage sind. Durch diese Separierung wird ihnen ein nach außen sichtbares Brandmal wirtschaftlicher Schwäche aufgedrückt," so der Vorsitzende weiter, "ein absolutes Unding und diskriminierend, weil schon durch die Nennung der Adresse deutlich wird, dass es sich um jemanden handelt, der zu den sozial Schwächeren zählt."

Inzwischen erreichten den Mieterbund auch immer mehr Beschwerden über die Erreichbarkeit der LEG bei Problemen und Fragen. Die zu erwartenden Mieterhöhungen stünden damit in einem eklatanten Widerspruch zu einer enormen Reduzierung der Serviceleistungen, so der Vorsitzende des Mieterbundes.

(elm)
 
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