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Monheim
Projekt "Hand in Hand" ist jetzt angelaufen

Monheim: Projekt "Hand in Hand" ist jetzt angelaufen
Katrin Vinnicombe (l) und Aynur Yüksel (r.) leiteten das Treffen. FOTO: RP-Foto. rm-
Monheim. Das erste Treffen diente dem Kennenlernen und dem Ideenaustausch für mögliche Dienste. Von D. Schmidt-Elmendorff

Nach dem Fehlstart Anfang des Jahres hat das Nachbarschaftshilfs-Projekt "Hand in Hand" jetzt einen zweiten Anlauf genommen. Als gut besucht bezeichnet Katrin Vinnicombe vom Mehrgenerationenhaus das Treffen im Stadtteilbüro. "15 sowohl schon angemeldete als auch interessierte Bürger sind gekommen." Nach einem kurzen Vortrag über das Projekt habe man sich in kleinen Gruppen zusammengetan, um sich über die Natur der möglichen Handreichnungen oder Dienste an seinen Nachbarn auszutauschen. "Viele waren sich unklar darüber, welches Hilfe-Potenzial sie bieten können", sagt Aynur Yuksel vom Integrationsrat. Es geht aber nicht um Tätigkeiten, die eine besondere Expertise erfordern, sondern um einfache zwischenmenschliche Gefälligkeiten, wie den Hund Gassi führen, Tierbetreuung während des Urlaubs, leichte Gartenarbeiten, Spielen, Hausaufgabenbetreuung oder auch das Begleiten zum Arzt oder zu einem Theaterbesuch. "Vielen älteren Damen fehl schlicht die Begleitung", sagt Yuksel. Deshalb habe sie sich selber auf die Liste gesetzt, um älteren, vereinsamten Menschen "Abenteuertage" anzubieten. Im Grunde stehe das soziale Miteinander im Vordergrund, so Vinnicombe.

Das Treffen habe auch dem Zweck gedient, dass die schon angemeldeten Teilnehmer sich einmal gegenseitig ins Gesicht blicken können, weil die Angebotsliste anonym ist. "Die einzelnen Gesuche und Angebote auf unserer Liste sind nach Kategorien wie Haushalt, Computer und Tiere unterteilt und nur mit einer Telefonnummer versehen", sagt Katrin Vinnicombe. Im Nachgang des Treffens werde sie die aktualisierte Liste per Mail oder Post an die Teilnehmer verschickt. "Wie es weiter läuft, hängt an ihnen." Sie werde aber weiterhin, etwa in den Awo-Begegnungsstätten, für das Projekt werben. Es ist geplant, fortan zweimal im Jahr ein Treffen abzuhalten, damit sich die Teilnehmer persönlich kennenlernen können. Um sicherzustellen, dass sich das Geben und Nehmen die Waage hält, beruht die Nachbarschaftshilfe auf einer Zahlungseinheit, dem Moni. Jeder Teilnehmer erhält ein Startkapital von fünf 5er Monis und zehn 10er Monis.

"Hand in Hand" ist ein Gemeinschaftsprojekt von Mehrgenerationenhaus (Katrin Vinnicombe 02173 2757-611), dem Inklusionsbüro (Gabriele Oesten-Burnus 02173 951505), dem Integrationsrat (Tel. 02173 951570) und dem Stadtteilmanagement, Tel. 02173 9515190. Dort kann man sich anmelden und die Angebotsliste beziehen.

Quelle: RP
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