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Langenfeld
Proteste begleiten Baustart der A 1-Brücke

Langenfeld. Gestern war der erste Spatenstich für die neue Leverkusener Rheinquerung auf Kölner Seite.

Der ungewöhnliche Spatenstich erfolgte auf einem Holzboden in einem Zelt. Grund dafür waren lautstarke Proteste von rund 40 Demonstranten, die vor dem Zelt mit Trillerpfeifen, Topfschlägen und immer wieder lauten Zwischenrufen auf sich aufmerksam machten. "Trillerpfeifen sind völlig in Ordnung", sagte Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). "Allen Beteiligten ist bewusst, dass es Vorbehalte und Sorgen gibt, und wir nehmen diese Sorgen ernst.

" Wüst sprach von einem "guten Tag" und unterstrich die Notwendigkeit des Großbauprojekts. Die alte A 1-Brücke sei "keine gute Visitenkarte für den Standort und eine Belastung für die Menschen in der Region." Die Landesregierung habe weitere 13 Stellen zur Beschleunigung des Bauprojekts eingerichtet und zusätzlich 18 Millionen Euro für externe Planer bereitgestellt. Ausdrücklich dankte der Minister seinem Vorgänger im Amt, Mike Groschek (SPD), für die geleistete Arbeit.

Die Direktorin von Straßen.NRW, Elfriede Sauerwein-Braksiek, betonte die Herausforderung des Großprojekts: "Wir wollen die Brückenhälften jeweils innerhalb von drei Jahren fertigstellen, das ist ehrgeizig." Die Arbeiten sollen bei fließendem Verkehr erledigt werden, Sperrungen sollen sich "auf ein Minimum beschränken". Vor dem Zelt machten Protestler ihrem Unmut lautstark Luft.

(bu)
 
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