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Langenfeld/Düsseldorf
Prozess gegen Diebesbande beginnt

Langenfeld/Düsseldorf. Am heutigen Dienstag beginnt vor dem Landgericht Düsseldorf der Prozess gegen die "Paketboden-Bande". Ihr wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr mindestens 16 Einbrüche begangen zu haben, darunter einen in Langenfeld.

Die Festnahme der zwei Albaner und zwei Kosovaren im November sorgte für Aufsehen, weil einer der mutmaßlichen Täter seine Komplizen mit seinem Dienstfahrzeug zu den Tatorten gefahren haben soll. Kurios: In Moers stahl einer der Angeklagten laut Staatsanwaltschaft zwei Schafe von einer Weide und vertilgte diese.

Für den Prozess vor der 20. Strafkammer (ab 9.30 Uhr in Verhandlungssaal E. 116) hat das Landgericht zunächst sechs Verhandlungstage bis 4. August festgesetzt. Den vier Männern im Alter zwischen 25 und 42 wird vorgeworfen, in Langenfeld und am Niederrhein in Einfamilienhäuser eingebrochen und Elektrogeräte sowie Bargeld gestohlen zu haben. Der Haupttäter (42) ist den Ermittlern zufolge ein Asylbewerber, der seit November 2014 in einer Unterkunft in Moers gemeldet war.

Einer der Männer war als Aushilfe bei einem Paketzusteller angestellt. Seine Aufgabe war es, Häuser auszukundschaften und seine Komplizen nachts dorthin zu fahren. "Außerdem soll er für den Absatz des Diebesgutes zuständig gewesen sein", sagt Obersaatsanwalt Ralf Herrenbrück. Die drei anderen sollen in die Häuser eingestiegen sein. Bei ihrer Festnahme war zunächst die Rede von 46 Fällen und Diebesgut im Wert von 90.000 Euro. Dass sie sich nun in nur 16 Fällen verantworten müssen, hat mit der Beweislage zu tun, erklärt Herrenbrück. "Die Anklage beschränkt sich auf die eindeutigen Fälle."

In Langenfeld hebelten die Männer laut Anklage das Küchenfenster eines Einfamilienhauses auf, trollten sich aber ohne Beute, "da nichts Stehlenswertes" zu finden war.

(gut/kusch)
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