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Langenfeld
Reusrather wollen mehr Leben auf ihrem Platz

Langenfeld: Reusrather wollen    mehr Leben   auf ihrem Platz
So geruhsam geht es fast das ganze Jahr über zu auf dem Platz an der St. Barbara-Kirche. FOTO: Privat
Langenfeld. Der Reusrather Platz ist vor sechs Jahren gestaltet worden. Zwei feste Veranstaltungstermine gibt es dort im Jahr. Und sonst? Von Heike Schoog

Die Bürgergemeinschaft Langenfeld (BGL) gibt nicht auf. Sie will weiter für mehr Leben auf dem noch recht jungen Reusra-ther Platz an der St. Barbara-Kirche kämpfen. Mit ihrem Antrag, auf dem Platz einen Wochenmarkt zu etablieren, ist sie im städtischen Ausschuss für Ordnung und Soziales zunächst gescheitert. Denn die Verwaltung, die wunschgemäß die Voraussetzungen für einen Wochenmarkt geprüft hat, machte der BGL wenig Hoffnung. "Prinzipiell ist es natürlich möglich, einen Wochenmarkt auf dem Platz zu installieren", sagt Marion Prell, Erste Beigeordnete der Stadt. Doch sei es bei bestehenden Märkten schon schwierig genug, ausreichend Händler mit einem guten Angebot zu finden.

"Das Einzugsgebiet des Marktes wäre sehr klein", erläutert die Beigeordnete. "Durch Terminkollisionen mit Konkurrenzmärkten dürfte es vielen Langenfelder Marktbetrieben nicht möglich sein, überhaupt an einem Reusrather Markt teilzunehmen."

Zum Hintergrund: In der Langenfelder Stadtmitte ist dienstags und freitags Markttag, in Monheim mittwochs und samstags. Von dem vor fünf Jahren auf Bürgerwunsch gestarteten Markt in Langfort ist nicht mehr viel übrig. "Langfort ist auch näher am Zentrum als Reusrath", widerspricht BGL-Ratsherr Andreas Menzel Bedenken. Besonders für ältere Menschen sei es angenehmer, wenn sie zum Einkauf nicht nach Langenfeld-Mitte auf den Markt fahren müssten.

Dennoch: "Wir wollen nicht unbedingt einen Wochenmarkt", sagt Menzel und begründet so, dass die BGL ihren Antrag zurückgezogen hat. "Aber vielleicht wären ja Themenmärkte eine Alternative." Er denkt dabei an Blumen-, Frühlings- oder Herbstmärkte, die ein bisschen Leben auf den Platz bringen könnten. "Mit solchen Überlegungen wollen wir noch einmal in den Ausschuss", kündigt er an und hofft, dass er mit diesen Ideen auch einen größeren politischen Kreis begeistern kann. "Es wäre ein Gewinn für die Reusrather."

2009 wurde der ehemalige Schotterplatz saniert - für 800 000 Euro. "Wir wollten mehr Aufenthaltsqualität schaffen", erinnert sich Franz Frank. 45 Bäume wurden gepflanzt. Jugendliche bekamen einen Pavillon, in dem sie sich treffen können. Seither feiern einmal im Jahr die Schützen ihr Fest, einmal die Karnevalisten. Und sonst?

"Eigentlich ist auf dem Platz nichts los", sagt Simona Buchheim (45). "Außer natürlich Karneval", so die Frau des Vorsitzenden von Reusrather Karnevals-Komitee. "Es wäre schon schön, wenn dort mehr Leben wäre", sagt sie. Anfangs hätte sich Jugendliche noch auf dem Platz getroffen. Doch auch das habe nachgelassen.

Ein Kinderfest fände sie ganz nett. "Das gab es schon einmal", sagt sie. "Da war es voll."

Quelle: RP
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