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Nach Wohnungsbrand in Monheim
"So beatmete ich Husky Moony"

Nach Wohnungsbrand in Monheim: "So beatmete ich Husky Moony"
Patrick Dau arbeitet bei der Feuerwehr Erkrath. FOTO: Matzerath, Ralph
Monheim. Bei einem Feuer durch Brandstiftung in einem Wohnhaus ist der Mischling fast gestorben. "Moony" musste wiederbelebt werden. Ein Feuerwehrmann erklärt, wie er den Hund beatmete und damit rettete. Von Isabel Klaas

Als Feuerwehrmann hat der Monheimer Patrick Dau schon einige Tierleben gerettet. Allerdings war es am Dienstag das erste Mal, dass er einen Hund aus einer ausgebrannten Wohnung in Monheim per Mund-zu-Schnauze-Beatmung zurück ins Leben holte. Fünf Minuten dauerte die Prozedur, bei der der 39-Jährige dem Husky-Mischling mit Sauerstoff angereicherte Luft aus dem eigenen Mund in die Nase blies. "Ich habe gesehen, dass die Luft an den Lefzen wieder rauskam und sie schnell zugehalten", sagte Dau bei einer Pressekonferenz der Monheimer Feuerwehr.

Überwindung habe es ihn nicht gekostet, der fremden Hundeschnauze so nah zu sein, versichert der Tierfreund. "Ich habe getan, was getan werden musste. Der Hund war schon ganz weg, er hatte keinen Puls mehr, und seine Pupillen waren ganz groß." Das sei immer ein Zeichen für einen Kreislaufstillstand. "Ich hatte nur einen Gedanken: Da muss Luft und Leben rein." Der Beatmungsbeutel für Menschen hätte nicht auf das Hundemaul gepasst. Geholfen hat Dau ein Kollege, der bei "Moony" die Herzdruck-Massage anwendete. Über die nötigen medizinischen Kenntnisse verfügt Dau durch seine Arbeit beim Rettungsdienst. "Da gibt es keine Unterschiede beim Wiederbeleben von Mensch und Tier."

Fotos: Brand in Monheim FOTO: Patrick Schüller

Dass seine Aktion Erfolg hatte, merkte Dau daran, dass die Pupillen kleiner wurden, der Puls wieder schlug, dann machte der Hund auch die ersten Atemzüge allein. Allerdings habe der völlig irritierte Hund zunächst nach ihm geschnappt – kein Problem für den Mann, der früher selbst zwei Rottweiler hatte. In der brennenden Wohnung waren drei Hunde, für einen kam jede Hilfe zu spät. 36 Menschen konnten sich selbst in Sicherheit bringen. Drei erlitten eine leichte Rauchvergiftung

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