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Langenfeld
Stadtbücherei: Weniger Besucher, mehr Online-Nutzer

Langenfeld. Die Stadtbibliothek Langenfeld hat im vorigen Jahr einen Besucherrückgang um fast sieben Prozent verzeichnet. Dagegen stieg die Zahl der Online-Nutzungen gegenüber 2014 um knapp vier Prozent.

Nicht berücksichtigt in der Zählung der rund 146.000 Besuche und der etwa 103.000 Online-Nutzungen 2015 seien allerdings diejenigen, die nichts entleihen und "die Bibliothek nur als kulturellen und kommunikativen Raum nutzen", bemerkt Büchereileiterin Martina Seuser in ihrem soeben vorgelegten Jahresbericht.

Nach dem Zahlenwerk, über das der städtische Kulturausschuss am nächsten Dienstag (Sitzungsbeginn: 18 Uhr im Rathaussaal 187) beraten wird, entliehen die Besucher aus dem Präsenzbestand der Bibliothek so wenige Medien wie seit mindestens fünf Jahren nicht mehr. Der Rückgang auf insgesamt zirka 313.000 Ausleihen betrifft vor allem Bücher. Die machen zwar immer noch die Mehrheit der entliehenen Medien aus (177.000 = 56 Prozent). Doch im Vergleich zum Rekordjahr 2012 (60 Prozent von insgesamt 351.000 Ausleihen) entliehen die Bibliotheksbesucher 16 Prozent weniger Bücher als noch drei Jahre zuvor. Der Anteil der audiovisuellen Medien (Hörbücher, Filme, CD's etc.) an den Ausleihen 2015 lag bei 35 Prozent, dahinter folgen Zeitschriften (5 Prozent) und Sonstiges (Spiele, Kunst, Lernsoftware etc., 4 Prozent).

An "Zahl und Bedeutung" nehmen hingegen die digitalen Medien zu, die nicht mehr greifbar in den Regalen der Bücherei stehen. Gemeint sind vor allem E-Books und andere Datensätze aus der kreisweiten "Bibnet-Onleihe" (seit 2013 plus 40 Prozent auf knapp 16.000 Ausleihen über Langenfeld), aber auch etwa Zugriffe auf die Munzinger-Datenbank (Geografie, Biografien, Zeitgeschichte, plus 29 Prozent auf fast 5000 Zugriffe).

(gut)
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