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Monheim
Tag der Architektur

Monheim: Tag der Architektur
FOTO: Margot Gottschling
Monheim. Architektur unmittelbar zu erleben, ermöglicht auch in diesem Jahr wieder der "Tag der Architektur". Landesweites Motto der 21. Ausgabe ist "Architektur für alle". Von Ilka Platzek

An diesem Wochenende können beim Tag der Architektur in Nordrhein-Westfalen insgesamt 325 neue Häuser, Firmensitze oder Umbauten aus den vergangenen fünf Jahren besichtigt werden. Monheim ist mit zwei Gebäuden, Langenfeld mit einem dabei.

Am Kurfürstenweg 40 a in Langenfeld-Immigrath präsentiert die Solinger MS Planwerk GmbH am Samstag, 25. Juni (11 bis 14 Uhr), ein Passiv-Einfamilienhaus. "Es benötigt fürs Heizen so gut wie keine von außen zugeführte Energie in Form von Öl, Gas oder Strom", erklärt Planwerk-Architekt Axel Möller. Eine Luftwasserwärmepumpe, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie eine Photovoltaikanlage führten zu einer positiven Energiebilanz. "Sogar die Wärme, die die Bewohner abgeben, wird genutzt", sagt der Architekt. Errichtet wurde das Haus mit giebelständigem Satteldach und hellen Räumen als "klar konturierter, minimalistisch gestalteter Baukörper".

In Monheim lässt sich am selben Tag die neue städtische Musik- und Kunstschule am Berliner Ring in Augenschein nehmen, außerdem auch tags darauf das sanierte Waschhaus der früheren Raffinerie an der Heinrich-Späth-Straße 14. Die Stadt Monheim öffnet ihre neue Musik- und Kunstschule für das architekturinteressierte Publikum am 25. Juni von 13 bis 17 Uhr. Führungen werden um 15 Uhr und um 16 Uhr angeboten. Architekt Günter Schleiff hat Probenräume, Saal, Kunsträume und einen Tanzraum vertikal angeordnet und als Splitlevel und Dreibund organisiert. Goldfarbenes Metall und Holz als Fassadenmaterialien sollen an Musikinstrumente allgemein, die Fensteranordnung soll an Tastaturen von Tasteninstrumenten erinnern.

Das ehemalige Dusch- und Badehaus der Monheimer Raffinerie wurde von Bernd Schüller umgestaltet. Dabei war es laut Bauherr Rudolf Seidel Ziel, mit der historischen Substanz des 100 Jahre alten Gebäudes sensibel umzugehen. Das doppelstöckige Vorderhaus zeichnet sich gemäß der ursprünglichen Funktion eines Waschhauses unter anderem durch neugestaltete Bäder aus Besichtigungen sind möglich am 25. Juni, 13 bis 16 Uhr, sowie am 26. Juni, 13 bis 15 Uhr. "Die frühere Badehalle erlangte einen beinahe kathedralen Charakter", heißt es im Programmheft der Architektenkammer NRW, die den Tag der Architektur organisiert.

In Haan (Buschhöfen 19a) kann ein Neubau für eine fünfköpfige Familie in Holzrahmenbauweise besichtigt werden. Durch die versetzte Anordnung der Haushälften entstehen ein öffentlicher Eingangshof und ein privater Garten. Im Inneren verbindet ein Treppenraum die Individualräume im Obergeschoss mit dem Erdgeschoss. Dort dient der Treppenraum zur Unterteilung des offenen Grundrisses in Wohn- und Küchenbereich. Über eine vorgelagerte Terrasse mit Freisitz können die Bereiche erweitert und miteinander verbunden werden. Architekt Kai Grosche bietet jeweils zur vollen Stunde zwischen 14.45 und 17.45 Uhr Führungen an.

In Erkrath kann eine Produktionshalle für eine Kunststoffspritzerei besichtigt werden. Der nahezu 2000 Quadratmeter umfassende Industriebau an der Heinrich-Hertz-Straße 1 a in Erkrath-Unterfeldhaus ersetzt einen ehemaligen Bürokomplex und gliedert sich in insgesamt drei Gebäudeeinheiten. Der Lagerbereich und die großzügige Produktionshalle werden durch den Sozialtrakt optisch und technisch optimal verbunden. Der Neubau dient der Firma Mentor als Standorterweiterung und erfüllt in Verbindung mit der effektiven Versorgungstechnik sämtliche Anforderungen an die aktuellen Produktionsabläufe. Architektur und Technik werden hier auf höchstem Niveau miteinander vereint. Architektin ist Christiane Windgassen; Führungen gibt es am Samstag um 10, 11 und 12 Uhr.

Im Zentrum von Heiligenhaus ist ein fünfgeschossiger Neubau entstanden, der 39 barrierefreie Wohnungen für die Generation 55+ beinhaltet. Zur vereinfachten Orientierung innerhalb des Wohnhauses hat Architekt Kurt Dorn ein Farb- und Gestaltungskonzept entwickelt, das dem Bewohner über Farben und Tapeten eine Zugehörigkeit zu seiner Wohnetage verschafft. Das nachbarschaftliche Miteinander der Bewohner wird durch einen Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss gefördert. Moderne Gebäudetechnik in Form eines Blockheizkraftwerks ergänzt das Konzept. Das Gebäude steht an der Kurze Straße 1 und kann am Sonntag, 26. Juni, von 13 bis 16 Uhr besichtigt werden.

Alle Objekte sind mit Fotos und Kurzbeschreibung sowie den Öffnungszeiten abrufbar unter www.aknw.de. Außerdem gibt es eine kostenlose App, die man im iTunes-Store oder auf Google Play herunterladen kann.

Quelle: RP
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