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Leichlingen
An der Kirchstraße werden zwei Stadtvillen gebaut

Leichlingen. Bis Ende 2017 sollen auf dem knapp 3000 Quadratmeter großen Hang-Grundstück 13 Eigentumswohnungen entstehen. Von Ina Bodenröder

In der scheinbar endlosen Geschichte um die Bebauung des Grundstücks in der Serpentine der oberen Kirchstraße wird dieser Tage ein neues Kapitel aufgeschlagen: Ende vergangener Woche hat die Bochumer Bollmann Bauen & Wohnen GmbH ein großes Schild aufgestellt, das den Bau zweier Stadtvillen ankündigt. In dieser Woche folgt der Verkaufscontainer, um die seit zwei Wochen laufende Vermarktung der Objekte weiter anzukurbeln.

Bis Ende 2017 sollen auf dem knapp 3000 Quadratmeter großen Hang-Grundstück 13 Eigentumswohnungen entstehen, davon drei Penthäuser und eine Maisonette-Wohnung. Die kleinste Wohnfläche wird rund 90, die größte 152 Quadratmeter umfassen. Der Investor ruft dafür Preise ab 283.613 Euro auf. Unter der größeren der beiden Villen ist eine Tiefgarage geplant, außerdem sollen zehn Außenstellplätze geschaffen werden. Die Bewohner erreichen die Häuser künftig über zwei Zufahrten vom unteren Teil der Serpentine aus.

"Wir haben das Grundstück gekauft, die Planung ist abgeschlossen", sagte Johanna Laurea, Mitarbeiterin bei Bollmann, gestern auf Anfrage unserer Redaktion. Als Architekt ist der Solinger Michael Hammesfahr wieder am Projekt beteiligt. Er hatte bereits 2013 einen Architektenwettbewerb gewonnen, den damals noch das Solinger Projektentwicklungsbüro Kleinpoppen im Auftrag der früheren Grundstückseigentümerin Claudia Schreiber ausgerufen hatte.

Bereits vor drei Jahren sollte aus den potenziellen Wohnungskäufern eine Bauherrengemeinschaft gebildet werden, in deren Auftrag die Häuser hätten errichtet werden können. Ein Bauträger war ausdrücklich nicht vorgesehen, um die Preise niedrig zu halten. Daraus ist nichts geworden, zwischenzeitlich war auch Hammesfahr aus dem Projekt ausgeschieden. Nun plant er wieder, zwei Gebäude mit zwei Vollgeschossen plus Staffelgeschoss sollen es werden. Alle mit Lärmschutzfenstern, denn vor und hinter den Häusern verläuft die auch von Motorradfahrern speziell am Wochenende gerne befahrene Kirchstraße.

"Familien mit Kindern sind nicht die Zielgruppe", erläuterte Hammesfahr. Vielmehr sollen sich ältere Menschen ohne Kinder und Berufstätige angesprochen fühlen. Ein Kinderspielplatz ist zwar - wie bei solchen Bauvorhaben obligatorisch - in der Spitzkehre der Kirchstraße vorgesehen. Hammesfahr: "Den richten wir bei Bedarf her."

Bebaut werden sollte das Areal an der Kirchstraße indes seit mehr als zehn Jahren. Bis 2003 stand dort eine denkmalgeschützte Gründerzeitvilla, die solange unbewohnt war und verfiel, bis sie nur noch abgerissen werden konnte.

Quelle: RP
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