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Leichlingen
Ein Jugendamtsbesuch, der Spaß macht

Leichlingen: Ein Jugendamtsbesuch, der Spaß macht
Handtuch, Stofftier und Pflegeöl gab es gestern auch für Iris Scherneck und ihre elf Monate alte Tochter Greta. Vom Jugendamt dabei: Gabriele Kleist (l.) und Snejana Seitz (r.). FOTO: uwe miserius
Leichlingen. Seit August vergangenen Jahres begrüßt die Stadtverwaltung jedes neugeborene Kind und seine Eltern in Leichlingen persönlich: Der Bereich "Frühe Hilfen" des Jugendamtes verschickt seither im Namen des Bürgermeisters Briefe, in denen er zum Familienzuwachs gratuliert und die Unterstützung der Stadt anbietet. Von Ina Bodenröder

Als Auftakt einer Informationsreihe über das Angebot "Willkommen kleines Baby" haben die Mitarbeiterinnen gestern vor der Burg Sagenhaft in der Brückenstraße zudem Willkommenstaschen an junge Mütter verteilt.

"Etwa 30 Prozent der Eltern mit Neugeborenen melden sich bei uns, damit wir sie besuchen kommen", erzählte Bianka Stöcker-Meier von der Diakonie Leverkusen, die das Projekt mit der Stadt gemeinsam organisiert. Damit sei man soweit zufrieden.

Dennoch ging es gestern vor allem darum, noch mehr Eltern auf das Angebot aufmerksam zu machen. "Wir möchten vor allem die Mütter erreichen und sie für das sensibilisieren, was wir hier machen", sagte Stöcker-Meier. Dabei betonte sie, dass es sich um ein reines Informationsangebot im Rahmen der frühen Hilfen, auf keinen Fall aber um irgendeine Kontrolle der Eltern handele.

In Leichlingen überreichen die ehrenamtlichen Willkommenspatinnen eine Tasche mit dem sogenannten Elternbegleitordner sowie nützlichen Dingen wie Handtuch, Stofftier und Pflegeöl bei ihrem Antrittsbesuch. "Dadurch kommt ein ganz anderer Kontakt zustande, als wenn die Mütter und Väter die Unterlagen im Rathaus abholen", erzählte Bianka Stöcker-Meier.

Die Eltern beschäftigt dabei offenbar vor allem ein Thema besonders: die Betreuung ihrer Kinder in den örtlichen Kindertagesstätten. In Leichlingen herrscht offenbar große Verunsicherung darüber, ob genügend Plätze vorhanden sind, wie früh man das Kind dort anmelden muss und was man tun kann, wenn es keinen passenden Platz gibt.

Manche Eltern melden ihren Nachwuchs besonders früh an, um sich die Chance auf einen Kita-Platz zu erhalten, obwohl sie die Kinder eigentlich lieber noch zuhause behalten würden. "Im Elternbegleitordner finden die Mütter und Väter beispielsweise alle Ansprechpartner zu diesem Thema", erklärte Stöcker-Meier.

Außerdem informierten die Patinnen über Alternativen wie Tagesmütter oder kleinere Betreuungsgruppen. Eine neu zugezogene Mutter mit zwei kleinen Kindern zeigte sich gestern sehr angetan von dem Angebot. Sie kannte zwar bereits die Elternbriefe, die sie schon früher bezogen hatte, war jedoch dankbar über die speziellen Informationen aus Leichlingen.

Quelle: RP
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