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Leichlingen
Leichlinger müssen auf eigene Rettungswache wohl noch warten

Leichlingen: Leichlinger müssen auf eigene Rettungswache wohl noch warten
Die Rettungswache Friedrichshöhe, die bislang für Leichlingen und Burscheid zuständig ist, soll aufgelöst werden. Im Gegenzug bekommen beide Städte eine eigene Wache, heißt es im Bedarfsplan. Konkret ist das bisher aber nur in Burscheid. FOTO: uwe miserius (archiv)
Leichlingen. Per Machbarkeitsstudie prüft der Kreis für Burscheid bereits einen separaten Standort. In Leichlingen laufen noch Gespräche. Von Peter Korn und Roman Zilles

Keine fünf Jahre ist es her, da gab es im Leichlinger Stadtrat eine klare Ansage. Angesichts des kurz zuvor vom Kreistag in Bergisch Gladbach auf den Weg gebrachten Rettungsbedarfplans kündigte der zuständige Bereichsleiter der Kreisverwaltung im Sitzungssaal des Leichlinger Rathauses an: Die Rettungswache Friedrichshöhe, die bislang für Leichlingen und Burscheid zuständig ist, soll aufgelöst werden. Im Gegenzug bekommen beide Städte eine eigene Wache.

Doch während in Burscheid bereits per Machbarkeitsstudie intensiv nach einem Standort gesucht wird, scheint es in Leichlingen wohl noch länger zu dauern. Konkrete Gründe nennt bislang keiner: Man führe noch Gespräche, heißt es bei der Kreisverwaltung.

Mitte 2014 wurde in Burscheid in der Feuerwache an der Bürgermeister-Schmidt-Straße ein zusätzlicher Rettungswagen stationiert, der werktags zwischen 8 und 20 Uhr zu Einsätzen im Stadtgebiet ausrückt. "Der Betrieb läuft nach unseren Erkenntnissen einwandfrei", sagt ein Sprecher des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Die Machbarkeitsstudie habe man in Auftrag gegeben, um zu prüfen, ob der "provisorische Betrieb" in die Einrichtung einer dauerhaften Wache umgewandelt werden könne.

Wie der Stand der Dinge in Sachen Rettungswache in Leichlingen ist, darüber hielt sich der Kreissprecher indes weitgehend bedeckt. Zwar besteht die Absicht, die im Zuge der Vorstellung des Rettungsbedarfsplans 2011 empfohlen wurde - zwei eigenständige Wachen für Leichlingen und Burscheid statt der gemeinsamen an der Wache Friedrichshöhe.

Allerdings wurde dem Kreis zufolge für die Blütenstadt noch nicht einmal ein neuer Standort konkret ins Auge gefasst.

"Die Gespräche mit der Stadt Leichlingen, wo genau eine Wache angesiedelt werden könnte, laufen." Mehr ließ sich der Sprecher nicht entlocken. Über Inhalte wollte er nichts verraten. Nicht darüber, ob die Feuerwache Am Wallgraben ein möglicher Standort sei. Und auch nicht darüber, ob eine Kommunalisierung des Rettungsdienstes Thema in den Gesprächen ist. Die hatte die Leichlinger CDU vor einiger Zeit angeregt, war damit aber im Stadtrat gescheitert.

Betreiber des Rettungsdienstes an der Friedrichshöhe ist der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Dessen Geschäftsführer Reinhold Feistl sagte gestern auf die Frage, ob angesichts gestiegener Einsatzzahlen nicht dringend eine eigene Wache für Leichlingen erforderlich sei: "Die Einsatzstatistik führen nicht wir, sondern die Kreisverwaltung."

Von dramatisch gestiegenen Anforderungen, die eine eigene Wache dringend notwendig machen würden, könne man aber auch beim DRK zurzeit nicht reden: "Wenn es so wäre", versichert Feistl, "hätten wir schon längst richtig Alarm geschlagen."

Quelle: RP
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