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Leichlingen
So läuft die Baustelle am Ziegwebersberg

Leichlingen: So läuft die Baustelle am Ziegwebersberg
Seit November werden in Ziegwebersberg die Eichen-, Birken- und Tannenstraße von Grund auf saniert, nach sechs Wochen sind gut 40 Prozent der Arbeiten erledigt. FOTO: ralph matzerath
Leichlingen. Die Stadt will vor den Feiertagen mit der Kehrmaschine Winterputz halten. Von Ina Bodenröder

Die Anwohner in Ziegwebersberg müssen Heiligabend keine Gummistiefel oder besonders festes Schuhwerk tragen, wenn sie vor die Tür gehen und saubere, trockene Füße behalten wollen. "Wir werden vor den Feiertagen mit der Kehrmaschine durchfahren und Winterputz halten, bevor wir die Baustelle bis ins Neue Jahr verlassen", sagte Straßenbaumeister Marc Steinadler gestern vor Ort. Seit November werden in Ziegwebersberg die Eichen-, Birken- und Tannenstraße von Grund auf saniert, nach sechs Wochen sind gut 40 Prozent der Arbeiten erledigt.

Rund 3900 Quadratmeter Asphalt tragen die Arbeiter auf, außerdem auf Wunsch der Anwohner 300 Quadratmeter Pflaster in der Tannenstraße. Da die Straßen zum kompletten Neuaufbau ohnehin einen halben Meter ausgebaggert werden müssen, kommen nun in einem Abwasch 900 Meter Leerrohre mit in die Erde. "Das wird später für die Breitbandversorgung wichtig", sagte Tiefbauamtsleiter Jürgen Scholze. Die Sanierung der Ziegwebersberger Straßen hat die Stadt schon seit mehr als 15 Jahren auf dem Programm, zuletzt glich der Asphalt mit seinen zahllosen Schlaglöchern mehr einem Flickenteppich als einer Straße.

Doch wegen der angespannten Haushaltslage wurde das Projekt immer wieder verschoben. Nun aber stehen die 850.000 Euro zur Verfügung, 220.000 Euro sind schon verbaut. Wenn die Baufirma Strabag vom 18. Dezember bis zum 4. Januar in die Betriebsruhe geht, sollen alle bislang bearbeiteten Straßen befahrbar und die dazugehörigen Hauseingänge fertiggestellt sein. Nach den Ferien wollen die Bauarbeiter die Eichenstraße von Hausnummer 2 bis 16 in Angriff nehmen, die Birkenstraße kommt als letztes dran.

"Wir arbeiten uns sozusagen aus dem Wohngebiet heraus", beschrieb Scholze die Planungen. Bis Ende Februar oder Anfang März - je nach Wetterlage und unvorhersehbarer Ereignisse - will der Bautrupp dann endgültig abziehen. Eichenstraßen-Bewohner Jürgen Korb jedenfalls ist bislang zufrieden mit dem Treiben vor seiner Haustüre. "Die Straßenbauer arbeiten sauber und ordentlich. Sie räumen jeden Abend auf, so dass sogar Rettungsfahrzeuge ungehindert durchkämen", stellt er den Baubeteiligten ein gutes Zeugnis aus.

Die Kommunikation mit der Stadtverwaltung mit den Anwohner hätte er sich allerdings frühzeitiger und umfassender gewünscht. Wenn die Straßensanierung abgeschlossen ist, steht den Ziegwebersbergern derweil noch unangenehme Post der Stadt ins Haus. Im Rahmen des Kommunalabgabengesetztes müssen sie sich an den Erschließungskosten beteiligen. Wie hoch die sein werden, ist derzeit noch offen.

Quelle: RP
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