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Leichlingen
Sportabzeichen hält auch im Alter fit

Leichlingen: Sportabzeichen hält auch im Alter fit
Urkunden für erfolgreiche Sportler gab es aus den Händen von Karlheinz Dick (links) für Friedel Lottermoser, Dieter Wolf, Lothar Neuschäfer, Karin Adamson und Klaus Zimmermann (von links). FOTO: Uwe Miserius
Leichlingen. Stadtsportbund konnte Zahl der Abzeichen mit 176 leicht steigern. Doch bei der Jugend lässt das Interesse nach. Von Gabi Knops-Feiler

Obwohl der Sportplatz Balker Aue nach wie vor gesperrt ist, haben zahlreiche Leichlinger Bürger am Sonntag dort ihre Sportabzeichen erhalten.

Dieter Wolf (72) konnte bereits seine 35. Auszeichnung in Gold entgegennehmen. Dafür musste er bestimmte Ziele in mindestens vier Disziplinen erfüllen, unter anderem im 3000 Meter-Lauf, Hoch- und Weitsprung, Schwimmen oder Kugelstoßen.

"Ich betreibe schon seit meiner Jugend Leichtathletik", betonte der rüstige Senior. Sport sei nicht nur seine Lebensphilosophie, sondern halte auch gesund. "Außer bei Kleinigkeiten", merkte er an, "aber die kann man dann besser aushalten." Wie beispielsweise die Zerrung, die er bislang als einzige nennenswerte Verletzung in all den Jahren hatte.

Klaus Zimmermann kann in Sachen Sport locker mithalten. Der 82-Jährige erhielt aus den Händen des Vorsitzenden Karl-Heinz Dick sogar sein 38. Sportabzeichen. Außer in den geforderten Disziplinen ist er täglich aktiv, läuft unter anderem dreimal pro Woche jeweils zehn Kilometer. Normalerweise ist er auch Teilnehmer des Leverkusener Halbmarathons. In diesem Jahr muss er jedoch pausieren, weil er sich beim Heben eines Blumentopfes einen Hexenschuss eingehandelt hatte.

Einzige sportbegeisterte Frau unter 20 Männern war Karin Adamson (52). "Das Abzeichen ist nicht so schwer zu bekommen", bemerkte die Leichlingerin, "sondern es ist ein niederschwelliges Angebot für jeden Bürger." Angenommen wurde es zuletzt auch von zahlreichen Schülern, die dafür gesorgt haben, dass sich der Stadtsportbund Leichlingen mit insgesamt 179 vergebenen Abzeichen (Vorjahr 165) leicht steigern konnte. "Leider war außer der Sekundarschule keine weitere Schule dabei", bedauerte der Vorsitzende. Die Gesamtbilanz sieht keineswegs gut aus. "Vor Jahren waren wir noch an erster Stelle im Rheinisch-Bergischen Kreis", sagte Dick. "Inzwischen belegen wir unter acht Städten und Gemeinden den vorletzten Platz."

Einen Grund sieht er im Fehlen der Schüler aus Grundschulen und Gymnasien. Deshalb habe er zuletzt schon bei den Schulleiterkonferenzen vorgesprochen. Dazu kommt, dass der Posten als Beauftragter für Sportabzeichen seit vier Jahren nicht mehr besetzt ist. Eigentlich sollten die Umbauarbeiten am Sportplatz bis Mai beendet sein. Aus diesem Plan wird nichts. Deshalb müssen Interessierte fürs Sportabzeichen bis Jahresende nach Witzhelden ausweichen. Für die Bilanz des nächsten Jahres dürfte das nicht gerade förderlich sein.

Quelle: RP
 
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