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Kolumne
Ach, Bahnhofsbrücke! Du schon wieder ...

Leverkusen. Wieder standen Rolltreppen und Aufzüge still. Langsam wird es peinlich.

Wenn es um Nachrichten geht, gibt es einen alten Leitspruch, den Sie vielleicht kennen. Er geht so: Wenn ein Hund einen Mann beißt, sind das keine Neuigkeiten. Wenn aber ein Mann einen Hund beißt, dann ist das nicht nur ganz schön komisch, sondern auch eine stolze Nachricht.

Gestern hat schon wieder der Hund den Mann gebissen. Mittwochabend bis Donnerstagvormittag standen die Rolltreppen und Aufzüge an den Bahngleisen still. Nach und nach wurden die Schäden behoben. Die Nachricht, dass an der Bahnhofsbrücke irgendetwas nicht funktioniert, kann in Leverkusen wohl niemanden mehr vom Hocker reißen; als Aufreger ist das Thema aber längst auf dem Weg zum Klassiker.

Da darf man sagen: So langsam wird es peinlich mit den andauernden Defekten an der Bahnhofsbrücke! Erst fahren die Rolltreppen zu den Bahnsteigen nicht, dann klemmt es hier und da, und wenn dort der nächste Schaden behoben ist, geht der Aufzug an der Bahnhofstraße wieder einmal kaputt. Am Mittwoch war es wieder irgendein Defekt, der für den Ausfall sorgte. Geht das so weiter, erzählen sich die Leute noch in hundert Jahren den Kalauer von der ewig krächzenden Brücke mit der schlimmen Hüfte (Aufzug) und der schlimmen Gicht in den Gelenken (Rolltreppen).

Vorschlag: Anstatt uns aufzuregen, sollten wir die Probleme, die die Defekte an der Brücke mitbringen, zwar ernst, dafür aber mit Humor nehmen. Was sind im Normalfall schon die paar Extraschritte gegen einen schlimmen Unfall auf der Autobahn? So lange wir wissen, dass es Dinge gibt, die wirklich schlimm sind, dürfen wir auch mal motzen. Wie sage ich immer? Das hält ja auch das Herz jung.

Sebastian Fuhrmann

Quelle: RP
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