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Leverkusen
An gesperrten LEG-Balkonen tut sich etwas

Leverkusen: An gesperrten LEG-Balkonen tut sich etwas
In der Siedlung an der Friedrich-List-Straße werden zurzeit die Balkone instand gesetzt. FOTO: Susanne Genath
Leverkusen. Das Wohnungsbauunternehmen LEG wehrt sich gegen die Vorwürfe von Mietern, dass an den abgesperrten Balkonen in der Eisenbahnersiedlung in Opladen keine Arbeiten erfolgen. "Die Handwerker arbeiten seit über drei Wochen an den Balkonen", erklärt LEG-Sprecher Mischa Lenz. "Die Balkone werden auch jeden Abend besenrein hinterlassen, so dass die Mieter sie dann bis zum nächsten Tag nutzen können." Von Susanne Genath

Allerdings werde nicht an allen Stellen gleichzeitig gearbeitet. "Das geht ja gar nicht." Insofern könne es sein, dass bei dem ein oder anderen mal kein Arbeiter auf dem Balkon sei. "Die Handwerker sind aber jeden Tag vor Ort." Sie arbeiteten zurzeit am Estrich und den Entwässerungssystemen.

Mieter hatten sich außerdem darüber beschwert, dass der Putz einmal mit einem Hochdruckreiniger abgespritzt worden sei - mit der Folge, dass anschließend die Fenster verkrustet und die Keller teilweise überschwemmt gewesen seien. Letzterem widerspricht Lenz. "Es ist zwar in einige Keller etwas Wasser gelangt, sie waren aber nicht überschwemmt", betont der LEG-Sprecher. Die Handwerker hätten das Wasser beseitigt. Die Hochdruckarbeiten habe man den Mietern angekündigt. Ebenso, dass die Fenster dadurch verdrecken könnten. "Sie werden auch gereinigt, aber erst nach Ende der Arbeiten."

Grundsätzlich lege man Wert auf ein gutes Verhältnis zu den Mietern. Die LEG habe viele Gespräche mit den Bewohnern geführt und deren Anliegen aufgenommen. "Diese Anliegen haben wir schon alle abgearbeitet", sagt Lenz.

Ab August wird die LEG die Häuser an Friedrich-List-Straße und Humboldtstraße, die zum Teil Anfang des vergangenen Jahrhunderts für die Angestellten der Bahn gebaut wurden, komplett modernisieren. Deshalb ist es zu dem großen Ärger mit den Mietern gekommen. Viele hatten einem vorzeitigen Beginn der Arbeiten nicht zugestimmt, weil anschließend die Kaltmiete stark erhöht wird - um bis zu 71 Prozent. Ein Problem für Rentner und Bewohner mit kleinerem Einkommen. Einige von ihnen haben deshalb über den Mieterverein eine Härtefallregelung beantragt.

Quelle: RP
 
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