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Leverkusen
Aufbruchstimmung nach Tunneldemo

Leverkusen. Die Bürgerinitiative LIV (Leverkusener Initiativen für Verkehrsplanung) ist zufrieden mit der Demonstration "Tunnel statt Stelze" am Samstag vor dem Rathaus. "2000 Teilnehmer sind eine Steigerung zu unserer letzten Demo im vergangenen Jahr mit 1500 Teilnehmern", sagt LIV-Sprecher Peter Westmeier. Von Susanne Genath

"Natürlich könnten es immer mehr sein. Aber wie lange ist es her, dass sich in Leverkusen 2000 Leute an einer Demo beteiligt haben?" In der Chemiestadt gebe es jetzt eine Aufbruchstimmung. "Der Bürger wehrt sich. Ich bin sicher, dass es noch mehr werden."

Westmeier bedauert allerdings, dass sich nur wenige Jugendliche für das geplante Stelzenstück der Autobahn A1 sowie die Teiluntertunnelung der A3 zu interessieren scheinen. "Da sehe ich auch die Schulen in der Pflicht, aktuelle Stadtplanung im Rahmen der politischen Bildung aufzugreifen", sagt er. Er habe im Vorfeld mehrere Leverkusener Schulen angeschrieben, aber maximal eine Eingangsbestätigung als Rückmeldung erhalten.

Dennoch ist der LIV-Sprecher optimistisch, dass die Bürger etwas erreichen werden. "Wir haben vor einiger Zeit schon eine Raststätte verhindert." Auf dieselbe Weise könne es noch eine Wendung für die Tunnellösung geben. "Es ist von Vorteil, dass Bürger und Politiker hier zusammenstehen", ist Westmeister überzeugt. "Allerdings müssen wir Bürger Druck ausüben, sonst sinkt der Einfluss der Politiker." Aus diesem Grund müsse man mit den Forderungen präsent bleiben. "Wir werden die Demonstration jetzt dokumentieren und den Ministerien in NRW zuschicken", kündigt Westmeier an.

Für Klagen gegen die Pläne von Straßen NRW sei es noch zu früh. "Zurzeit läuft das Planfeststellungsverfahren für den ersten Abschnitt mit der Brücke. Im Sommer ist der Erörterungstermin, und erst danach könnte gegen diesen Abschnitt geklagt werden." Der gewünschte Tunnel komme jedoch erst im zweiten Bauabschnitt zum Tragen. "Das kann noch Jahre dauern." Eine Klage gegen den ersten Bauabschnitt sei nur dann angezeigt, wenn in den Plänen kein vernünftiger Übergang vom ersten Abschnitt in einen möglichen Tunnel vorgesehen sei. "Dann wäre nämlich schon eine Festlegung gegen den Tunnel getroffen", erklärt Westmeier.

Quelle: RP
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