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Leverkusen
Bezirkspolitiker wollen Lockerung des Grillverbots

Leverkusen. Öffentliche Grillplätze sind in Leverkusen Mangelware. Im gesamten Stadtgebiet gilt ein Grillverbot in öffentlichen Anlagen. Sehr zum Ärger einiger Bürger, die deshalb unter anderem die Plätze in Köln oder Düsseldorf nutzen. "Es kann nicht sein, dass wir Leverkusener in andere Städte zum Grillen im Freien fahren müssen", heißt es deshalb in einem Antrag an den Rat. Und das sehen die Mitglieder der Bezirksvertretung I ähnlich. Sie haben jetzt mehrheitlich eine Beschlussempfehlung an den Rat verfasst, das Grillverbot in Leverkusen zu lockern.

"Einige Plätze am Rhein würden uns reichen", sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Jonas Berghaus. "Und wir wollen, dass die Flächen mit stabilen, großen Mülleimern ausgestattet werden." Die SPD-Fraktionen aller drei Bezirksvertretungen fordern in einem ergänzend zum Bürgerantrag die Stadtverwaltung auf, geeignete Flächen für Grillplätze auszumachen. "Eine regelmäßige Entsorgung der Reste sollte ohne großen Mehraufwand im Rahmen von regelmäßigen Müllabholungen möglich sein", heißt es in dem Antrag. Die Einhaltung der Regeln solle stichprobenhaft erfolgen.

Dem Vorschlag schlossen sich auch die übrigen Fraktionen in der Bezirksvertretung I an. "In Hitdorf ist die Rheinaue so weit weg von der Wohnbebauung, dass dort keiner beeinträchtigt werden kann", stimmte Andreas Eckloff (CDU) zu. Andere schlugen auch Bänke an den Grillstellen vor.

Ulrich Hammer, Leiter des Grünflächenamtes, machte allerdings auf negative Erfahrungen aufmerksam. "Am Hitdorfer See wurde die Möblierung sehr schnell zweckentfremdet und zum Feuermachen genutzt", berichtete er.

(sug)
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