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Leverkusen
Brandschutz-Kurse gegen die tödliche Gefahr

Leverkusen. Was genau habe ich zu tun, wenn bei mir ein Feuer ausbricht? Eine Antwort auf diese Frage weiß so gut wie jeder. Einen Feuerlöscher holen, so wenig Rauch wie möglich einatmen und einen Notausgang suchen. Wenn es wirklich zu einem Brand kommt, werden in einer solchen Situation diese Schritte oft vergessen. Von Bastian Quednau

Um das Verhalten bei einem Brand zu trainieren, bietet die neu eröffnete ASD-Kainz-Akademie in der Opladener Humboldtstraße zahlreiche Kurse mit Praxisübungen an. "Zwischen fünf und 20 Prozent der Mitarbeiter in größeren Unternehmen müssen ausgebildete Brandhelfer sein", sagt Jaqueline Kainz, Inhaberin der Akademie. "Wir bieten solche Seminare an."

Doch auch Privatleute könnensich für Lehrgänge zum Brandschutz, zur Evakuierung, Deeskalation und für die Erste Hilfe anmelden. Das Zertifikat, das am Ende verteilt wird, ist anerkannt.

Die Akademie gibt es erst seit Anfang des Jahres. Da sie zentraler liegen und größer werden sollte, zog man von Duisburg nach Leverkusen um.

Die Renovierungsarbeiten in den neuen Räumlichkeiten nahmen einen Monat in Anspruch. Mit einem Einweihungsband in der Tür, zahlreichen Gästen und einer Flasche Sekt folgte gestern die offizielle Eröffnung.

Um einen Eindruck davon zu bekommen, welche praktischen Inhalte die hier angebotenen Brandschutzkurse enthalten, wurden einige Schauübungen durchgeführt. Mithilfe eines Löschtrainers wurden kleinere Brände gelegt, die es zu löschen galt. Dank verschiedener Aufsätze ist es im Trainigsmodus unter anderem möglich, eine explodierende Spraydose, Mülleimerbrände und einen sich entzündenden Autoreifen zu simulieren.

"Die Leute lernen viel über die Theorie, aber wenn sie wirklich vor einem Feuer stehen, wissen sie oftmals nicht, was sie tun sollen", berichtet Jaqueline Kainz. "Die Kursteilnehmer sollen hier ein Gefühl für die große Hitze bekommen, sich mit dem Umgang eines Feuerlöschers vertraut machen und lernen, wie sie sich in bestimmten Situationen zu verhalten haben."

Was oftmals nicht bedacht wird, ist, dass vielen Menschen bei Bränden nicht das Feuer, sondern der Rauch zur tödlichen Falle wurde. Aus diesem Grund werden auch Rauchtrainings angeboten. Dabei werden ein oder mehrere Zimmer vollständig mit "gesundheitsfreundlichem" Trainingsrauch gefüllt. "Es geht darum, mal zu merken, wie es ist, wenn man in einem geschlossenen Raum nichts sehen kann und die Orientierung und gegebenenfalls auch die Nerven verliert", erläutert Jaqueline Kainz die Situation. Die Kurse beginnen am 12. August.

Quelle: RP
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