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Leverkusen
Die unbeliebteste Baustelle liegt in der Fixheide

Leverkusen. Wer sich über Lützenkirchen mit dem Auto Opladen nähert, dem wird von den gelben Verkehrschildern ein wenig Flexibilität abverlangt. Von Roman Zilles

Zunächst werden Fahrzeuge aus Burscheid und Schöne Aussicht wegen des Umbaus der Kreuzung Kapellen-/Altenberger Straße zum Kreisverkehr über die Straßen "Wiehbachtal" und "Lehner Mühle" umgeleitet. Später fordert die Realisierung der Neuen Bahnstadt von so manchem eine weitere Kurskorrektur: Wegen der Arbeiten an den Gleisen ist die Unterführung an der Lützenkirchener Straße schon seit über einem halben Jahr gesperrt. Der schnellste Weg nach Opladen führt inzwischen über Pommern-, Stauffenbergstraße und Rennbaumkreisel.

Dabei zählen Umleitungen nicht gerade zu den bevorzugten Maßnahmen der Verkehrs- und Baustellenplaner. "Wir richten nur welche ein, wenn es gar nicht anders geht. Denn prinzipiell gilt, dass wir den Verkehrsteilnehmern so wenig Unbequemlichkeiten wie möglich bereiten wollen", sagt Ingrid Samusch vom Straßenverkehrsamt. Daher gebe es in Leverkusen aktuell auch insgesamt lediglich vier Baustellen, deretwegen Autofahrer auf einen Umweg beordert werden: Neben den beiden genannten wurden auch in Küppersteg wegen der Bauarbeiten am Rüttersweg und an der Alten Landstraße Umleitungen eingerichtet.

Zwischen 100 und 120 "große Baustellen" werden jährlich in der Stadt abgearbeitet. Hinter diesem Begriff verbergen sich Maßnahmen, die Umleitungen oder Ampeln nötig machen und mindestens mehrere Wochen dauern. Hinzu kommen rund 1000 kleinen Maßnahmen. Beschwerden über Behinderungen gebe es nur wenige, berichtet Samusch: "Es gibt zwar immer ein paar, die besser wissen, wie man zum Beispiel den Takt einer Baustellen-Ampel einstellen sollte. Aber insgesamt sind die Verkehrsteilnehmer sehr geduldig und verständlich."

Die unbeliebteste Baustelle im Stadtgebiet liegt aktuell im Übrigen in der Fixheide und kommt ohne Umleitung, aber nicht ohne Ampel und einspurige Verkehrsführung aus: Die Kanal- und Straßensanierung an der Schlebuscher Straße produziert in unschöner Regelmäßigkeit lange Staus und Adrenalinschübe bei Betroffenen. Einige davon machen ihrem rund um die Baustelle zwischen Siemensstraße und Abzweig Borsigstraße aufgestauten Ärger regelmäßig Luft bei den Technischen Betrieben Leverkusen, verrät Wolfgang Herwig.

Anders ist es bei der Kreisel-Baustelle Kapellenstraße: "Da hätte ich erwartet, dass sich eventuell Anwohner melden, weil der Verkehr dort nun durch Straßen geleitet wird, in denen es normalerweise sehr ruhig zugeht." Aber dies sei nicht der Fall.

Derweil liegen andernorts Verkehrs-Freud' und -Leid zeitlich recht dicht beieinander: Während gestern bei der offiziellen Freigabe der Ringstraße kleine Küchlein gereicht wurden, beißen nächste Woche wohl einige Autofahrer in ihr Lenkrad. Am Mittwoch, 15. Juni, bleibt von 0 bis 24 Stunden die Bismarckstraße wegen der Erneuerung der Dhünnbrücke gesperrt. Für den Straßenverkehr in Leverkusen "wird das kein schöner Tag", ahnt Samusch. Und sie hat da noch eine frische Erinnerung: Sie stand zuletzt im Stau auf der Schlebuscher Straße - "als es dort Probleme mit der Ampel gab".

Quelle: RP
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