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Leverkusen
Ein halbes Jahrhundert Tropper Data Service

Leverkusen: Ein halbes Jahrhundert Tropper Data Service
Unternehmensgründer Hans Tropper ist täglich im Unternehmen im Innovationspark in Manfort. Die Kollegen schätzen seine Expertise. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Mit zwei Mitarbeitern und Lochkarten fing 1966 alles an. Mittlerweile beschäftigt Tropper 350 Kräfte an sechs Standorten und will wachsen. Von Ina Bodenröder

Hans Tropper ist jeden Tag in seinem Unternehmen, arbeitet in seinem Büro, hat für alle Mitarbeiter ein freundliches Wort. Seit 50 Jahren ist Tropper Data Service ein ganz wichtiger Teil seines Lebens, denn das Unternehmen hat er vor genau einem halben Jahrhundert in Leverkusen gegründet. In diesen Tagen feiert der 84-Jährige das Jubiläum und hat dazu die Beschäftigten aus den deutschlandweit sechs Standorten hierher eingeladen.

Vor fünf Jahrzehnten begann alles mit der Speicherung von Unternehmensdaten auf Lochkarten, setzte sich später über Datenbänder und Mikrofilme fort und bedeutet heute das Scannen und Digitalisieren von Akten. Für die Verarbeitung nutzt der IT-Dienstleister Hochgeschwindigkeitsscanner, bis zu 12.000 Blatt Papier kann ein solches Gerät pro Stunde erfassen. Aufwändig ist indes nicht dieser rein technische Vorgang, sondern die Vor- und Nachbereitung der Akten und Daten. "Wir stellen sie den Kunden so aufbereitet in ihren IT-Systemen zur Verfügung, dass sie alle Informationen jederzeit abrufen können", erläutert Vorstandschef Dirk Wilbertz. Tropper betreibt das Geschäft deutschlandweit. Aus zwei Mitarbeitern vor 50 Jahren sind 350 geworden, davon 250 allein in Leverkusen.

Mitarbeiter Manuel Jimenez, Dirk Wilbertz und Hans Tropper im Betrieb. Hier kann etwa ein Hochleistungsscanner rund 12.000 Blatt pro Stunde erfassen. FOTO: Miserius Uwe

Die Zukunft sieht der Informations- und Dokumentenmanager in zwei Bereichen: Zum einen will er verstärkt mittelständische Unternehmen für die Digitalisierung ihrer Akten gewinnen. "Die Firmen werden sich damit auseinandersetzen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben", sagt Dirk Wilbertz. Kosten würden dadurch gesenkt, Prozesse sicherer. Doch der Schritt dahin ist für viele Mittelständler oft nicht leicht, Technik und Datenschutz müssen dafür weiterentwickelt werden. "Wir beraten intensiv, um die Prozesse ans Laufen zu bringen", sagt Prokurist Marcus Hensel.

Entwicklungspotenzial für Tropper Data Service sieht der Vorstandsvorsitzende zudem bei der Übernahme ganzer Geschäftsprozesse, die für die Kunden nicht zum Kerngeschäft gehören. Dazu zählt er unter anderem den Betrieb von Poststellen und die kaufmännische Sachbearbeitung, die Tropper für einige Großkonzerne bereits heute übernimmt. Projektunabhängiger soll das Geschäft damit werden, die Umsatzhochs und -tiefs ausgeglichener.

Im kommenden Jahr plant das Unternehmen den Ausbau des Leverkusener Standortes, wird das Gebäude an der Marie-Curie-Straße aufstocken. Hans Tropper wird dabei sein. "Er braucht das, wir aber auch", sagt Wilbertz und meint damit die 50 Jahre Erfahrung, die der Senior ins Unternehmen einbringt.

Quelle: RP
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